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Crypts Of Despair - The Stench Of The EarthCrypts Of Despair - The Stench Of The Earth

(Testimony Records)

„The Stench Of The Earth”, das ist leicht doomig angehauchter Oldschool Death Metal aus Kaunas in Litauen. CRYPTS OF DESPAIR, die sich bereits im Jahre 2009 zu einer schwergewichtigen Knochencombo zusammenschlossen, hatten in der Vergangenheit immer wieder mit Line-Up Wechseln zu kämpfen, was wohl auch der Grund dafür sein dürfte, dass die Jungs mit dem „Gestank der Erde“ erst neun Jahre nach ihrer Bandgründung ein Debüt Album vorzuweisen haben. „The Stench Of The Earth“ bietet verwesende Klänge voller positiv durchgeknallter Spielfreude, die in jedem Falle zum kräftigen Mähneschwingen taugt. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich in den kommenden Zeilen in Widersprüche verwickle, muss ich sagen, dass dieser bösartige Death-To-The-Bone mit seiner äußerst lebendigen Totengräberdynamik hochgradig infektiös ist. Crypts Of Despair - BandSo richtig schön verrottend frisch und modrig ist diese sinistere Darbietung geworden.

 

Das Quartett mit so klangvollen Namen, wie D.A. (Vocals, Guitars), S.J. (Vocals, Bass), B.J. (Guitars) und S.K. (Drums) weiß mit seiner zweistimmig besungenen, dunkelbestialischen Art durchaus zu bestechen. Man kann schnell, wie auch langsam performen und sorgt so für die nötige Abwechslung. Schartige, voluminöse Permaknochensägen durchziehen die musikalischen Landschaften von CRYPTS OF DESPAIR ebenso, wie die unerbittlich nach vorne treibende tödlich präzise Schlagzeugarbeit. Auch der omnipräsente Tieftöner lässt das Mobiliar im Wohnzimmer über den zitternden Fußboden tanzen. Die tiefenverzerrten Klampfen sind richtig gut in die fein aufeinander abgestimmte Produktion eingebettet. Die beiden Brüllwürfel D.A. und S.J. wechseln sich gekonnt in kernigem, dunkelgutturalem Grunting und dem etwas höheren Angry Rage Todesgeraspel ab.

 

CRYPTS OF DESPAIR spielen befreit auf und feuern so manch sauber eingepasste Blastbeat- oder Doublebasssalve auf die geneigte Hörerschaft ab. Das ist die Exhumierung des pure-fuckin’ Death Metal. Tod, aber quicklebendig! Die zehn Tracks mit ihren 41:09 Minuten, sind für ein erstes auditives Lebenszeichen also gar nicht mal so schlecht. Textlich versteift man sich auf die Fehlkonstruktion Mensch, seinen unweigerlichen Niedergang, Das Sterben, den Schmerz, die Misanthropie, Mindcontrol Experimente und den falschen, aufgezwungenen Glauben.
 
(Janko)

https://de-de.facebook.com/cryptsofdespair/

 

Pfeift euch hier das Video zu "Dead Light" rein:

https://www.youtube.com/watch?v=dKguKNkk7JU


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