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Holy Hell

Auf Tour erwischt...

Die Gothic Power Metaller Holy Hell waren Anfang 2010 mal wieder im Vorprogramm von Manowar auf Tour. Im Gepäck hatten sie ihr langerwartetes, selbstbetiteltes Debut Album, welches zu begeistern weiß – genauso wie die Live Shows der Band um Sängerin Maria Breon. Backstage in der Offenbacher Stadthalle traf ich mich zum kleinen Plausch mit Gitarrist Joe Stump und Keyboarder Francisco Palomo.

Jungs, nach eurer erfolgreichen „Apocalypse“ EP hat es doch recht lange gedauert bis zum vollen Album Debut...

Joe: Wir arbeiteten die ganze Zeit über an der Scheibe, durch diverse Touren und Festivals mit Manowar bzw. Magic Circle Music verzögerte sich das aber immer weiter. Wir sind froh die CD jetzt endlich abgeliefert zu haben und freuen uns tierisch auf die positiven Reaktionen der Fans.
Francisco: Es gab auch Änderungen bei Magic Circle, was den Vertrieb betrifft. Das hat den Zeitplan dann auch noch mal umgekippt.

Die Songs der EP sind auch noch mal auf dem Album – wie kommt das?

Joe: Das Album stellt ja unser eigentliches Debut dar, wenn man die EP mal so als Appetizer wertet. Da wollten wir dann schon noch die Songs „Apocalypse“, „Resurrection“ und „Last Vision“ mit drauf haben. Mit der „Phantom of the Opera“ Coverversion (Live aufgenommen mit Eric Adams von Manowar als Duett Partner von Maria Breon) hat die EP dann aber noch ein exklusives Stück.

Wie verliefen die Aufnahmen und welche Rolle hat Joey de Mayo heutzutage bei Holy Hell?

Francisco: Joey hilft uns immer gerne und berät uns. Er hat die Band damals mit Maria zusammengestellt. Aber die Lyrics, das Songwriting, das Erscheinungsbild – das ist alles Bandsache. Entsprechend verliefen die Recordings sehr relaxed und wir haben versucht das Beste aus uns rauszuholen.
Joe: Das seh ich auch so. Wir haben alle Freiheiten bei Magic Circle Music und sind Joey sehr dankbar.

Was ist denn aus eurem zweiten Gitarristen Tom Hess geworden?

Francisco: Tom fühlte sich hier in vielerlei Hinsicht nicht mehr so wohl. Musikalisch passte es auch nicht mehr. Im Grunde ist ein zweiter Gitarrist bei Holy Hell gar nicht zwingend nötig.
Joe: Da stimme ich natürlich zu, Ha Ha. Ich krieg das schon alleine hin und in dieser Band ist ja auch das Keyboard sehr wichtig und ersetzt quasi die zweite Klampfe.

Ihr habt in der Booklet Mitte ein prächtiges Gemälde. Das hätte sich auch als CD Cover gut gemacht...

Francisco: Wir wollten auf der Außenhülle schon eher das schlichte, schwarze Motiv mit unserem Logo. Das querformatige Gemälde passt dann schon besser in die Booklet Mitte wo es ja zwei Seiten einnimmt.
Joe: Sieht echt dufte aus, da sollte man Poster von machen.

Wie werdet ihr denn stilistisch so eingeordnet? Gothic/Dark oder Heavy/Power? Live covert ihr ja eher traditionelle Songs von Dio oder Yngwie…

Joe: Irgendwo zwischen den genannten Stilen ist Holy Hell zuhause. Wir haben schon von all dem etwas abbekommen. Wenn wir Dio, Aerosmith oder Yngwie covern dann tun wir das aus Leidenschaft für das Original. Übrigens spielen wir auf dieser Tour ein Pat Benatar Stück – auch ziemlich „unusual“, oder?
Francisco: Maria hat sich das sehr gewünscht, sie ist ein großer Fan davon. Natürlich ist unsere Version heavier, Ha Ha.

Werdet ihr auch in Zukunft mit Manowar touren?

Joe: Das ist jetzt erst mal die letzte Tour mit den Metal Kings. Wir versuchen nun selber was an den Start zu bringen, so wäre eine Clubtour mit einer anderen Gruppe sicher sinnvoll.
Francisco: Natürlich spielen wir nach wie vor gerne auf dem „Magic Circle Festival“ wie z.B. 2010 in Slowenien.

Schon schade das es diesmal nicht wieder ein Open Air bei uns hier ist...

Joe: Nun es war ja dreimal in Germany, jetzt geht es halt mal rüber nach Slowenien. Aber ich glaube das ist ja nicht sooo weit für euch, oder? In der Zukunft machen die Jungs das Festival sicher auch mal wieder bei euch, da bin ich sicher. Deutschland ist doch für Manowar ein fantastischer Boden.
Francisco: Und für Holy Hell übrigens auch – an dieser Stelle mal einen herzlichen Dank an alle deutschen Fans!

Joe wie laufen eigentlich deine Solo CD´s?

Joe: Ich bin zufrieden. Natürlich sind solche Scheiben wie z.B. meine neueste „The Essential Shred Guitar Collection“ eher was für Gitarren Freaks. Aber davon gibt es gar nicht so wenige, Hi Hi. Man kann die Verkaufszahlen nicht mit denen einer regulären Band vergleichen, aber ich bin um jedes Feedback froh und freue mich wenn deine Leser mal auf http://www.joestump.com vorbeisurfen.

Okay, ich gebe es weiter! Was steht nun als Nächstes im Lager von Holy Hell an?

Joe: Wie gesagt versuchen wir eine Clubtour geregelt zu kriegen und werden im Sommer auf dem 4. „MCF“ Open Air dabei sein. Auch schreiben wir bereits an neuen Stücken, denn bis zum nächsten Album wird es nicht so lange dauern wie jetzt zwischen EP und Debut. We´re busy – Ha Ha.



Arno



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