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Keep It True X
04.+05.04.2008 Lauda, Sporthalle

Zum zehnten Mal präsentierten die Underground Maniacs Olli & Tarek ihr KIT Festival und hatten die Sporthalle in Lauda gleich 2 volle Tage gebucht. Gekommen waren die besten KIT - Bands der vergangenen Jahre um die Headbangerschaft zu unterhalten! Dieses 2 Tage Konzept wird ab 2009 weitergeführt. Das kleinere November KIT findet 2008 zum letzten Mal statt. Und los geht´s mit der Konzertnachlese aus Sicht der Totentänzer:


Freitag, 4.4.2008


KEEP IT TRUE X - Flyer
[KEEP IT TRUE X - Flyer]

BATTLEROAR
Die Ehre, das zehnte Keep It True eröffnen zu dürfen, fiel den griechischen Helden samt italienischem Anführer von Battleroar zu, die für Phantom X eingesprungen waren. Für mich und sicherlich viele andere eine bessere Wahl, doch leider konnte ich arbeitsbedingt nicht pünktlich vor Ort sein. Kaum angekommen kämpfte ich mich durch die bereits sehr ordentlich gefüllte Halle und stürmte nach vorne, um immerhin noch zwei Songs der Band miterleben zu dürfen. Battleroar gelten zu Recht als eine der besten Truppen, die die Flagge des Epic Metals hochhalten, was das Publikum ebenfalls so sah. Wie üblich wurden sie von einer ganzen Legion mitgereister Landsleute in Spandex- und Kuttenuniform ordentlich abgefeiert, und ich reihte mich gerne ein. Hail to Hellas! (Till)


MERCILESS DEATH
Nach Battleroar waren Strikemaster dran, doch für mich war erstmal Kaufrausch angesagt. Die Metalbörse gehört zum KIT wie die Kopfsocke zum Grunge, weshalb ich keine Aufmerksamkeit für die nebenher spielende Band übrighatte, sorry. Merciless Death konnte ich selbige dann aber zumindest eine Weile schenken. Das Trio rumpelte sich ebenso dilettantisch wie sympathisch durch die Songs, Thrash Metal der brutalen und ganz altschuligen Sorte war angesagt. Als Haupteinflüsse waren klar alte Sodom (Timingsicherheit), alte Slayer (virtuose Gitarrensoli) und Possessed (Gesamteindruck) auszumachen, was nicht unbedingt verkehrt ist und definitiv gut aufs KIT paßt. Trotzdem vermochten mich Merciless Death nicht so richtig vom Hocker bzw. der Tribüne zu reißen. Lag es an dem Mangel an interessanten Riffs und Songs, oder erinnerte mich die filigrane Performance nur etwas zu sehr an die am selben Ort stattgefundene Hallows Eve-Katastrophe? Ein andermal vielleicht, aber heute war das nicht so der Bringer. (Till)


FUELED BY FIRE
[FUELED BY FIRE]

SENTINEL BEAST
Die dritte Thrashband in Folge waren Sentinel Beast, die sich in zweierlei Sicht von ihren Vorgängern abhoben. Zum einen weist ihre Musik deutlich mehr melodische Einflüsse auf, die Gitarre beschränkte sich hier nicht auf bloßes Geschrubbe. Und zum anderen haben sie eine Frau am Mikro, die ihre Sache ebenfalls gut machte. Vom Leibesumfang her erinnert sie an Hell Hofer von Bullet, aber bereits bei denen schrieb ich, daß Metalsänger grundsätzlich fette Säue sein sollten. Trifft das jetzt auch auf die weibliche Fraktion zu? Nun denn, Sentinel Beast waren nicht schlecht, allerdings fehlte mir auch hier der echte Kick, der ein größeres Interesse für sie geweckt hätte. Trotzdem: annehmbare Musik, akzeptables Stageacting, sympathische Ausstrahlung, schaue ich mir gerne wieder an. (Till)


METAL INQUISITOR
Eigentlich hatte ich vorgehabt, mir während der Koblenzer eine eingehende Pause zu gönnen - ganz sicher nicht, weil sie so schlecht wären, sondern einfach weil man Metal Inquisitor im Gegensatz zu den anderen heutigen Bands wirklich oft sehen kann. Zu Beginn des Gigs wurde jedoch klar, daß er etwas aus dem Rahmen fallen würde: El Rojo war krankheitsbedingt daheimgeblieben, stattdessen übernahm Blumi einfach den Leadgesang. Daß er da nicht die schlechteste Figur macht, war ja schon beim Open Fire-Cover klar, aber auch das eigene Material brachte der optisch reichlich abgespeckte (ich vermisse noch immer den Prinz-Eisenherz-Haarschnitt und die schwarzweiße Spandex) Mann gut rüber. Zusätzlich wurde der Gig mit einigen Gästen aufgewertet: Jess Cox durfte sich für eine alte Tygers-Nummer hinter seinem Verkaufsstand hervorschälen, der Sänger der Priest-Coverband British Steel kam für einen Song auf die Bühne, und wie ich hörte, soll noch mehr passiert sein - alsdann, ich befand mich dann zu diesem Zeitpunkt doch vor der Halle, um einige Kontakte zu pflegen und den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Ich bin aber sicher, daß Metal Inquisitor noch öfters in unseren Breitengraden zu sehen sein werden, und dann bin ich auch wieder dabei. (Till)


ATTACKER
Attacker hatten mit ihrem ersten KIT-Auftritt 2004 mächtig abgeräumt und durften sich in den Folgejahren auf so mancher hiesigen Bühne präsentieren, man denke nur an das Swordbrothers, Headbangers Open Air oder Thrash Till Death. Mit derart starken Songs kann man halt auch nicht viel falsch machen. Attacker hatten sich für ihre heutige Show etwas besonderes einfallen lassen und gaben das komplette "Battle at Helm's Deep"-Album von vorne bis hinten zum besten. Die Fans freute es, und die Musiker zockten ihr Material wie immer mit viel Power und Spielfreude herunter. Negativ aus dem Rahmen fiel leider Bob Mitchells Leistung; der Sänger war stimmlich offenbar nicht auf der Höhe und blieb deutlich hinter seinen gewohnten Qualitäten zurück. Sein Markenzeichen, die superspitzen Schreie, klang heute jedenfalls reichlich dünn und kraftlos. Insgesamt ein akzeptabler Auftritt einer Band, die sich wirklich ins Zeug legte, aber Attacker habe ich schon deutlich besser gesehen. (Till)


CRESCENT SHIELD
[CRESCENT SHIELD]

OMEN
Kenny Powell wird von schätzungsweise 95% des KIT-Publikums vergöttert, somit dürfte klar sein, was beim zweiten Auftritt seiner Band auf diesem Festival los war. Omen wurden abgefeiert, wie es sich gehört, auch wenn sie gleich mal einen ziemlich unglücklichen Start hinlegten, als des Meisters Sechssaitenaxt beim ersten Song den Dienst versagte. Dann konnte es aber losgehen. Omen haben zu Recht Kultstatus, leider aber auch das ewige Problem, daß sich eigentlich niemand so wirklich für neueres Material der Band interessiert, was für die Musiker doch ein wenig frustrierend sein muß. Folgerichtig wurde das letzte Album "Eternal black dawn" komplett ausgespart, ein ganz neuer Song gespielt, ansonsten kamen die bekannten Klassiker zum Zuge. "Dragon's breath", "Battle cry", "The axeman", "Death rider"…Omen-Setlists sind so vorhersehbar wie gut. Auch wenn heute noch interessantere Bands auftraten, war es doch ein Genuß, den ich mir gerne jedes Jahr genehmige, zumal auch der neue Sänger seine Sache wirklich gut machte, somit dürfte Omens Zukunft nicht gefährdet sein. (Till)


HELSTAR
Was für ein Glück, daß man das nochmal erleben durfte. Ob auf dem BYH oder beim dritten KIT, Reunion-Auftritte von Helstar sind immer eine lohnende Geschichte. Die texanische Legende hat in den 80ern halt doch einige echte Klassiker geschaffen, wovon einer, nämlich das "Remnants of war"-Album heute in voller Länge präsentiert wurde. Jerry Abarcia tobte wild über die Bühne wie eh und je, während die Gitarristen eher zurückhaltend agierten, und James Rivera bewies einmal mehr, welche großartiger Sänger und Frontmann er ist, auch wenn er sich sonst von Band zu Band hangelt, als gelte es einen Rekord aufzustellen. Ein sehr guter Auftritt, der nur einen Fehler hatte: aufgrund der Konzentration auf das "Remnants"-Album fielen einige andere Klassiker unter den Tisch, unter anderem auch das eigentlich unverzichtbare, überirdische "Winds of war". Aber den Best-Of-Set gab's ja schon beim letzten Mal, heute gab's dafür noch einen Ausblick auf das tatsächlich demnächst entstehende neue Helstar-Album. Klang gut, vielleicht können die Texaner ja auch auf Platte nochmal an alte Glanztaten anknüpfen. (Till)


CAGE
[CAGE]

TITAN FORCE
Nach der sehr starken Rückkehr von Titan Steele, äh, Force beim BYH 2002 war die Freude groß, als bekannt wurde, daß Familie Flores samt Mitstreitern das KIT als einer der Headliner beehren würde. Somit wurde mit Spannung erwartet, ob der Auftritt das damals gezeigte Niveau würde halten können. Und wie! Großartige Songs, eine starke Performance und ein Tyrant in Höchstform. Harry Conklin, der heute übrigens Geburtstag hatte, bewies einmal mehr, daß er zu den besten Sängern im Power Metal gehört, seine Kollegen brillierten mit einer sauberen Leistung an ihren Instrumenten, und die Qualität des Songmaterials ist hinreichend bekannt. Hammer! Ob der Opener "Winner/Loser", "Shadow of a promise", das hammergeile "New age rebels" oder der wohl nicht nur aus meiner Sicht Höhepunkt des Sets, das unglaubliche "Master of disguise", hier wurde anderthalb Stunden lang US Metal auf höchstem Niveau geboten. Titan Force waren ein würdiger Headliner und sollten sich vielleicht doch mal überlegen, ob sie nicht wieder als Vollwertband auf die Bildfläche zurückkehren sollten, statt nur ausgewählte Reunion-Gigs zu spielen. In dieser Form seid ihr immer mehr als willkommen, Leute! So endete der erste Festivaltag in einem Meer aus Zufriedenheit. (Till)


Samstag, 5.4.2008


BATTLE RAM
Aufgrund einer, über Berge und Höhen geführten Umleitung, betrat ich erst diese sixtinische Kapelle des puren Stahls, als die italienischen Glaubensbrüder von Battle Ram schon zwei Gleichnisse verkündet hatten. Natürlich sind Battle Ram für das KIT prädestiniert, nur hätte ich sie gerne etwas weiter hinten im Billing gesehen, denn ein Wachmacher zu Beginn a la Fueled By Fire hätte danach Battle Ram einige Nasen mehr beschert. Leider hatten die Jungs ihr erstes full-length Album noch nicht auf dem Markt und dem entsprechend ging das Publikum hauptsächlich bei den vier Songs der EP mit und bedachte die neuen Songs im Vergleich dazu eher zurückhaltend. Letztendlich schafften sie es aber trotzdem mit einer Coverversion von "Angelwitch", die anwesende Meute zu mobilisieren und sich mit ihrem nunmehr zweiten Auftritt beim KIT einen guten Ruf erspielt zu haben!! (Andreas)


DOOMSWORD
[DOOMSWORD]

FUELED BY FIRE
Aus den USA kamen diese Old School Thrasher angereist um den Bangern ihr Metal Blade Debut "Spread the Fire" näher zu bringen. Der Stil (ein bisschen Exodus mit Slayer und Testament Einsprengseln) kam gut an und der Bay Area Spirit wehte durch die vermiefte Halle. Sänger/Gitarrist Rick war gut drauf und konnte den Anwesenden klar machen was genau mit dem Feuer passieren muss, das es zu verbreiten gilt, Ha Ha. Die Jungs müssen zwar noch ein bisserl Routine sammeln was Stageacting betrifft, aber eine gute erste Visitenkarte aus Old School Thrash wurde abgelegt. Zusammen mit Acts ala Evile, Hatchet oder Witchburner führen F.B.F. eine neue, junge Bewegung wahren Thrash Metals an, die Bands wie Trivium zurück auf die Schulbank schickt! Guter Gig - und der brandneue Track "Atomic Attack" macht schon Hunger auf Album No. 2 ! (Arno)


DEMON EYES
Die Franzosen Demon Eyes hatten in den 80ern drei Platten veröffentlicht, von denen mir jedoch nur "Garde à Vue" bekannt war. Und hatte die ich ganz gut in Erinnerung. Die französischen Texte der 80er-Metal-Bands haben doch ihren ganz eigenen Charme. In den KITs davor hatten mich außerdem die Landsmänner Killers und insbesondere Malédiction voll überzeugt, so dass ich mir einen guten Gig versprochen hatte. Aber schon das Bühnen-Outfit der Jungs verhieß nichts Gutes. Und der Gesang war ebenfalls schlecht. Von der Bühne kam kaum Stimmung beim Publikum an. Ich kann absolut nicht verstehen, dass ein Sänger einer so unbekannten Band wie Demon Eyes tatsächlich vom Publikum die (französischen!) Refrains gesungen haben möchte und selbst dabei nicht mal zur Unterstützung mitsingt!!! Und dabei nicht mal merkt, dass das Publikum nicht mitsingen kann und das trotzdem immer wieder probiert! Auch die Coverversion von "Seek And Destroy", die Cliff Burton gewidmet und schon für "Garde á Vue" mit französchen Texten aufgenommen wurde, ging tendenziell eher in Richtung peinlich. Stimmung kam gegen Schluss aber doch noch mal auf, als mit Trust-Mitgliedern "Antisocial" geschmettert wurde. Ansonsten ist Demon Eyes dieses Jahr die Band, auf die ich hätte verzichten können. Aber derartige Reunions sind immer ein gewisses Lotteriespiel - und auf verdammt viele Reunion-Shows auf dem KIT hätte ich vorher keinen Pfifferling gegeben und wurde dann weggeblasen. Insofern machen solche Risikos das Festival an sich überaus sympathisch! (Sascha)


CRESCENT SHIELD
Ich finde es schon eine Schande, dass ich vor dem KIT tonträgertechnisch nichts dieser Truppe in den Händen halten, bzw. anhören konnte. Umso positiver wurde ich überrascht von dieser Truppe, klar weiß ich, wie Michael Grant (Onward) singen kann und natürlich weiß ich auch, wie superb Dan DeLucie (Destiny´s End) seine Gitarre beherrscht und welch klasse Melodien er in der Lage ist zu schreiben. Also wurde ich livehaftig Zeuge einer astrein dargebotenen US Power Metal Performance im Stile von Steel Prophet, New Eden, Destiny´s End und alten Fates Warning, bei der alles gepasst hat, vielleicht außer dem Fuchsschwanz am Bass von der ehemaligen Destiny´s End-Bassistin Melanie Sisneros. Ein Gig, der sichtlich Allen - Fans und Band - ein Riesenspaß gemacht hat und mich dazu zwang, den Weg zum Merchandise-Stand zu gehen und mir die Debüt-CD "The Last Of My Kind" zuzulegen!!! (Andreas)


MANILLA ROAD
[MANILLA ROAD]

PHARAOH
Ob es auf dem selben Level weiterging, dass mussten nun die Jungs von Pharaoh beweisen. Die Truppe um Tim Aymar, der, wie wir alle wissen, seine Stimmbänder schon bei Psycho Scream (mit Jim Dofka) und bei Control Denied (mit Chuck Schuldinger - R.I.P.) strapaziert hat, legte sich auch ins Zeug und spielte von jedem ihrer drei Alben ("After The Fire", "The Longest Night" und das just zum KIT erschienene "Be Gone") jeweils drei Songs. Mit diesem Querschnitt konnte man die gierige Meute inklusive meiner einer mit einem tighten Auftritt auf seine Seite ziehen und das Level hoch halten. Zwar hatte aufgrund einer Erkältung Tim anfangs einige Probleme, aber die bekam er schnell in den Griff und stand deswegen seinen Mitmusikern, welche auch über jeden Zweifel erhaben sind, in nichts nach!!!! (Andreas)


CAGE
Schade dass mit Cage nach der superben "Hell Destroyer" CD Tournee mäßig nicht so viel ging. Umso geiler das sie auf´m "KIT" rockten und da zu den Faves zählten. Kraftvoller Heavy Metal der alten Priest Schule, ein stimmgewaltiger Sänger namens Sean Peck und Fans die laut mitsingen - was kann da schon schiefgehn? Das war Metal Total. Cage machten eigentlich alles richtig und konnten mit ihrem Energiegeladenen Set und Stimmungshits a la "King Diamond" (das nette Lied über den wahren Dänenkönig) oder "I am the King" alles begeistern. Spätestens nach dem nächsten Album werden diese amerikanischen Metalheads voll abgehn - das prophezeie ich! (Arno)


DOOMSWORD
Endlich mal wieder Epic Power Metal from the Italian Vikings - Ha Ha. Die Südländer mit Hang zu nordischer Lyrik hatten sich für das zehnte KIT was Besonderes einfallen lassen. Und zwar kam der alte Sänger Nightcomer (der jetzt optisch und von den Bewegungen her so gar nicht mehr zu seinen Kollegen passte) zu einigen Songs des Debut Albums mit auf die Bühne. Unter starkem Jubel der Fans wurden somit Klassiker a la "The Battle at Helms Deep" dargeboten. Kam gut, aber so richtig ergreifend ist die Band, meiner Meinung nach, nur mit dem aktuellen Sänger Deathmaster, der optisch immer mehr zum Johan Heeg (Amon Amarth) des Epic Metal wird. Seine intensive Darbietung des besten Doomsword Songs "Heathen Assault" (und alle sangen sie mit "…England to the Ground…") war schlichtweg genial. Weitere Highlights a la "Death of Ferdia" (der coolste Song der aktuellen "My Name will live on" CD) sorgten dafür das Gig unvergessen bleibt und man kann nur hoffen das Doomsword bald mehr Erfolg auf breiter Basis einfahren….falls sie das überhaupt wollen. Und hoch die Trinkhörner! (Arno)


HEATHEN
Bei Heathen muss ich direkt an mein letztes Treffen mit der Band denken: Geiler Gig, viel Bier und noch mehr Bier mit Gitarrist Lee Altus und Marco direkt danach... Aber ich schweife ab: Die beiden regulären Scheiben der Jungs bieten Bay-Area-Thrash und gehören selbst ohne Nostalgie-Brille zum Besten, was es in diesem Genre gibt. Von der Uhrzeit hatte die Band mit Sicherheit einer der besten Plätze auf dem Billing erwischt, denn zu einem späteren Zeitpunkt sorgen entweder das Bier oder die Müdigkeit dafür, dass die Stimmung eher wieder absackt. Den Schwerpunkt der Setlist legte die Band auf "Victims Of Deception". Und selbst wenn sich das Teil nicht nur wegen der Produktion sehr stark nach "...And Justice For All" anhört, haben Heathen damit die deutlich bessere Scheibe abgeliefert! Die Stimmung im Publikum wurde im Verlauf der Show immer besser, was bei der tighten und Energiegeladenen Performance auch kein Wunder ist. Neben den messerscharfen Riffs gefiel dabei natürlich besonders die Stimme von David Godfrey, die zwar sehr rauh, aber immer melodisch ist. Gasi und Burner (denen "Breaking The Silence" besser gefällt) wurden zum Schluss noch mit dem obligatorischen "Death By Hanging" belohnt. Klasse! (Sascha)


JAG PANZER
[JAG PANZER]

MANILLA ROAD
"Voyager" - das neue M.R. Album, hat mich vollends gepackt! Geniales Teil! Umso erfreulicher die Band um Oldie Mark Sheldon jetzt endlich mal wieder zu begutachten. Da Mark es stimmlich nicht mehr so gut drauf hat wie früher (von der Ausdauer und Kraft her), sorgte Brian "Hellroadie" Patrick für die stimmlichen Einlagen (größtenteils zumindest) und das passte gut. Es kam eine Menge Power und Epik rüber bei Stücken wie "Masque of the Red Death", "Road of Kings" oder "Necropolis" (Uralt Hit vom "Crystal Logic" Werk). Natürlich wurden auch neue Tracks geboten wie z.B. "Blood Eagle" oder "Voyager" und die kamen bei mir sehr gut an. Da der Rest der feiernden Fans vor er Bühne auch voll mitklatschte bei den aktuellen Werken, schätze ich mal as die CD allgemein gut aufgenommen wurde, wenn ich mich auch wundere wo Reviews und Interviews zur neuen CD in den großen Magazinen bleiben? Ein Fehler der italienischen Plattenfirma "My Graveyard" oder Ignoranz seitens der Redakteure? Keine Ahnung - aber M.R. Fans sind das ja gewohnt. Man darf nur hoffen dass uns Mark Sheldon und Co. trotzdem noch lange erhalten bleiben und mit geilen Konzerten wie diesem auf´m KIT erfreuen. Das war für mich der Highlight des zehnten Festivals dieser Art. (Arno)


JAG PANZER
Das zehnte KIT neigte sich dem Ende zu, zwei Tage wie sie schöner kaum hätten sein können. Jeder war müde und abgekämpft, und Manilla Road hatten insbesondere aus den südeuropäischen Fans ganz schön was an Kraftreserven herausgesaugt. Wer könnte da noch einen draufsetzen und die Halle toben lassen? Keine Frage: Jag Panzer!
Auftritte der unverwüstlichen Legende aus Colorado sind ja immer sehenswert, immerhin haben die Kerle einen enormen Schatz an hochwertigem Songmaterial vorzuweisen, und über des Tyrants Qualitäten habe ich mich weiter oben schon ausgelassen. Heute hatte der Mann eine zweistündige Mammutshow zu bestreiten und war tatsächlich von der ersten bis zur letzten Minute stimmlich wie auch sonst topfit. Gleiches gilt für seine Mitstreiter, wobei Ex-und-jetzt-wieder-Gitarrist Christian Lasegue zwar spieltechnisch brillierte aber noch reichlich schüchtern und unsicher auf der Bühne herumstand. Da fehlt wohl noch etwas die Liveerfahrung. Noch dazu hatten Jag Panzer während des Sets mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, die Gitarren waren stellenweise überhaupt nicht zu hören, die Fans jedoch feierten den Panzer unbeirrt ab. Zu Beginn das kultige Eröffnungsdoppel "Generally hostile" und "License to kill", auch sonst eine richtig geile Auswahl, die den Schaffensreichtum der Band gut demonstrierte. "Iron eagle", "King at a price", "Black", "Take to the sky", alles da. Ja und natürlich war auch der angekündigte Bob Parduba mit nach Europa gekommen und gab mit der Truppe einige Songs des "Chain of command"-Albums zum besten, was durchaus ein besonderes Ereignis war. Ich habe Jag Panzer nun schon einige Male sehen dürfen, aber der heutige Auftritt war der definitiv großartigste. Nicht nur ein würdiger Headliner sondern eine der besten Shows des Festivals!
Der Zugabenblock bestand aus ein paar Coverversionen, so daß ordentlich Metalpartystimmung herrschte. "Gypsy" (Mercyful Fate), "Electric eye" (Priest) und "Where eagles dare" (Maiden) sorgten für einen würdigen Abschluß eines genialen Festivals. Hail Keep It True! Hail Jag Panzer! Hail Metal! (Till)



Fotos: Wolle / Streetcleaner Magazin



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