Magic Circle Festival II
10. - 12.07.2008 Bad Arolsen
Nachdem man im letzten Jahr das Festival mit nur 10,- Euro Eintritt und 2 Manowar Headliner Gigs (dazu zahlreiche kleinere Special Guests) erstmals durchzog, schippte man 2008 ein paar fette Namen drauf und bot 1 Tag mehr Live Musik. Es ging also schon donnerstags los und zum Glück war unsere emsige Fotolady Britta kurzfristig doch noch donnerstags zum Festival gereist und kam mit coolen Fotos und folgenden Eindrücken zurück:
Donnerstag, 10.07.2008

Nachdem ich nach Joeys berühmter "Fuck everybody" Ansprache und dem Chaos vom letzten Jahr eigentlich dem diesjährigen Magic Circle fernbleiben wollte, ergab sich kurzfristig doch die Gelegenheit und ich bin schwach geworden - denn wann sieht man schon mal Ted Nugent?
Durch die Irrungen bei der Anfahrt über Feld und Panzerstrassen inklusive mangelnder Ausschilderung bin ich leider erst während Benedictum eingetroffen, so dass ich zu deren Auftritt herzlich wenig sagen kann. Wie mir aber zugetragen wurde, mussten sie früher auftreten, wodurch viele andere in derselben Situation waren.
Die frühere Anfangszeit von Benedictum hätte man sich allerdings sparen können, denn da Sänger Gary Barden angeblich im Stau steckte, verzögerte sich der MSG Auftritt um 15 Minuten. Um diese Pause zu überbrücken gab es Freibier für alle.
Auf den Auftritt von MSG könnte man den Spruch "In der Kürze liegt die Würze" anwenden, obwohl es mehr Kürze als Würze gewesen ist.
Die Songauswahl war ganz in Ordnung, es gab Songs von den ersten 2 Alben, 2 neue Songs und das UFO Cover "Doctor Doctor", aber was die Spielfreude anbelangt ließ der Auftritt etwas zu wünschen übrig. Aber immerhin ist der Meister aufgetreten….

Ganz im Gegensatz der Auftritt von Ted "Motor City Madman" Nugent.
Egal was man über ihn und seine Ansichten bzw. Lebenswandel sagen, was man will - eins kann er wirklich: Rocken!
Und man sieht ihm den Spaß dabei an…So bekommt der Fan dass, was er will - Songs der Extraklasse (Wango Tangp, Cat Scratch Fever, Hey Baby, Stranglehold), eine Band mit guter Laune und eine klasse Show und den Ted Nugent üblichen Ansagen und Sprüchen.
Krönender Abschluss der Song "Great White Buffalo" mit Ted in schwarz-rot-goldenem Indianerschmuck, der mit Pfeil & Bogen bewaffnet auf seine Gitarre zielt und ein Feuerwerk entfacht. Rock'n'roll !

Headliner Alice Cooper lässt nicht lange auf sich warten und legt gleich mit "No More Mr. Nice Guy" los. Er bietet mit seinem Set einen Querschnitt durch sein Repertoire mit zahlreichen Klassikern wie Lost In America, I Love The Dead, I'm Eighteeen…. Klar, dürfen auch die Showeinlagen sowie Tänzerinnen & Schauspiele nicht fehlen, sowie der Galgen (statt wie sonst der Guillotine), Krücken, Messer….
Als Zugabe gibt es Billion Dollar Baby, Poison & Elected und man darf auf die Tour im November gespannt sein.
Eigentlich hätten Death Angel auch spielen sollen, wie wir aber erst nach VIEL Fragerei herausgefunden haben, erst nach "Battle Of The Bands" gegen 2:30 …. Und das war dann doch etwas spät, vor allem wenn man am nächsten Tag arbeiten muss.
Warum man Death Angel nicht direkt im Anschluss an Alice Cooper in der Halle auf die Bühne gelassen hat und vor allem nirgendwo ein Hinweis auf den Auftritt zu sehen war, ist mir schleierhaft aber es spiegelt nur die chaotische Organisation des Festivals wieder.
Fazit des Donnerstags: ein klasse "Classic Rock" Abend, aber untypisch für den klassischen Manowar Fan, was die etwas dünnen Zuschauerzahlen erklären würde. (Britta)

Freitag, 11.07.2008
Am Freitag reiste dann auch die Schreiber Delegation vom Totentanz an und vernahm erst mal auf der Pressekonferenz das Whitesnake & Def Leppard nicht auftreten wegen vertraglichen Unstimmigkeiten. Na so was? Nun gut, lässt sich nicht ändern, man begab sich auf´s Gelände wo Germany´s Metal Queen Doro gerade anfing. Die Düsseldorferin hatte sich etliche alte Klassiker vorgenommen, "True as Steel", "Burning the Witches", "Für Immer" - es fehlte garnix in der Setlist. Die Band war fit und agil (man hatte 2008 nicht so viel Gigs wie sonst üblich) und bot die perfekte Untermalung für Doro´s charismatischen Gesang. Auch Judas Priest´s "Breaking the Law" (was Doro ein paar Tage vorher mit den Engländern persönlich on Stage in D´dorf singen durfte) fehlte nicht, und somit kann man der symphatischen Blonden einen feinen Gig bescheinigen. Hat auf dieses Festival gepasst wie die Faust auf´s Auge! (Arno)
Im Anschluss an DORO kamen W.A.S.P. auf die Festivalbühne. Blackie Lawless und seine Mannen gaben von Anfang an Gas und verwöhnten ihre Fans und sicherlich auch die neutralen Zuschauer mit einem Klassiker Set, dass unter anderem aus Songs wie "L.O.V.E. Machine", "I Wanna Be Somebody", Chainsaw Charlie" und "Inside The Electric Circus" (das absolute Highlight im Set) bestand und einfach nur für Gänsehaut gesorgt hat. Die erste halbe Stunde blieb kein Auge Trocken und auch kein Wunsch offen, denn W.A.S.P. haben richtig Gas gegeben und vor allem Blackie ist wie ein Derwisch über die Bühne gejagt. Nach dieser besagten halben Stunde kam dann aber auch schon die große Enttäuschung, denn fünf Minuten später war leider schon Schluss. Blackie verwöhnt seine Fans bekannter weise selten mit langen Spielzeiten, aber dieser kurze Auftritt (von nur 37 Minuten) ist auch durch das spitzen Set nicht zu entschuldigen und hinterlässt einen faden Beigeschmack. (Zvonko)

Den Gig von Gotthard mussten wir uns leider verkneifen, da wir alle nicht sonderlich auf die Schweizer Hardrocker stehen und uns für eine Pause entschieden. Laut den zwei netten Mädels die wir am nächsten Morgen beim Frühstück im Hotel trafen, waren Gotthard aber wohl ziemlich cool. Okay….
Manowars erster Auftritt auf diesem Festival galt den ersten drei Scheiben "Battle Hymns", "Into Glory Ride" und "Hail to England". Alle drei Klassiker - keine Frage. Die Jungs legten (mit ca. 30 Minuten Verspätung) tierisch geil los und hatten das Stück "Manowar" natürlich an den Anfang der Setlist gesetzt, dann ging es weiter mit "Battle Hymns" Werken a la "Death Tone", "Metal Daze" und dem Gänsehaut Track "Dark Avenger". Sehr gut. Joey kam dann zum Bass Solo und bisschen was erzählen ("Who the Fuck came to see Whitesnake?") und ging dann über in den Alltime Heavy Metal Top Hit "Battle Hymn". Nun kam das "beim Poppen erwischt" Intro von "Into Glory Ride" und man konnte sich auf epische Metal Klassiker a la "Mountains", "Secrets of Steel" oder das völlig "not of this World" dargebotene "Guyana (Cult of the Damned)" freuen. Eric Adams machte mal wieder klar das ihm hier niemand das Wasser reichen kann - was für ein Sänger! Manowar verarbeiteten zum Anfang ihrer Karriere schon Themen über die nordische Sagenwelt - zu dieser Zeit gab es Gruppen wie Amon Amarth, Ensiferum und Konsorten noch gar nicht. Weitere Stücke folgten, das "Hail to England" Album wurde logo auch komplett dargeboten und "Kill with Power" oder "Each Dawn I Die" begeisterten. Bevor es jedoch zum letzten Track "Bridge of Death" kam, streuten die Jungs erst mal das neue "Die with Honor" (zu dem die Single am Eingang des Festivalgeländes gratis verteilt wurde) ein und spielten auch noch "Warrior of the World United". Die Stimmung war fantastisch - die Fahnen aus aller Herren Länder (Joey las eine Liste mit allen Nationen von wo Leute an diesem Wochenende anreisten vor) wehten im Wind. Sehr geil - 3 Stunden fast rumm - Zeit für´s Finale. Das kam dann in Form von "Bridge of Death" und es war gigantisch! Was für ein Göttersong - nie werde ich die magischen Textzeilen "I know the One who waits - Satan is his Name, Across the Bridge of Death - there he stand in Flame" vergessen. Wie emotional, wie absolut groß das rüberkam…nur noch legendär. Dazu standen Teile der Bühne in Flammen und Joey, Eric, Karl und Rhino (der den wegen Todesfällen in der Famile verhinderten Scott Columbus vertrat) gaben (unterstützt von ihren zwei Keyboardern) alles. Ein wahrhaft spektakuläres Manowar Happening, nachdem man ausgepowert Richtung Hotel pilgern konnte (was mit einem holländischen Taxifahrer der Probleme mit Staatsanwälten hat und einem ungenannten Mitarbeiter der zum Laufen die ganze Straße brauch - Prost - gar nicht so einfach ist, Ha Ha) um sich in den verdienten Schlaf zu begeben. Wie sollte dieser erste Manowar Auftritt Samstags noch getoppt werden? We´ll See...(Arno)

Samstag, 12.07.2008
Brazen Abbot dürften für die eher Hardrock-orientierten Fans zumindest ein gewisser Ausgleich für die ausgefallenen Gigs von Whitesnake und Def Leppard gewesen sein. Obwohl sich das Publikum am späten Nachmittag auf dem großen Gelände noch etwas verlief und das Wetter - wie übrigens leider die ganze Zeit über - unbeständig und teils regnerisch war, konnten die Finnen mit ihrem souveränen Gig durchaus überzeugen. Obwohl mir die Band trotz relativ langen Bestehens und prominenter Besetzung bis dato unbekannt war, erschien mir der melodische Hardrock durchaus hörenswert, und das wurde vom Publikum offensichtlich ebenfalls so emfpunden. Besonders positiv fiel die Gesangsleistung des Frontmanns auf, der insbesondere die eingestreuten Klassiker von Rainbow sehr überzeugend interpretierte. (Torsten)
Ich hätte eigentlich erwartet das die erste volle CD von Holy Hell zu diesem Festival schon erhältlich ist, aber die Amis um ex Manowar Drummer Rhino lassen sich noch Zeit. Sängerin Maria kündigte das Album aber dann beim Gig für die nähere Zukunft an und 2 neue Tracks (die mit dem Material der "Apocalypse" EP gut harmonieren) wurden auch gespielt. Des weiteren gab es Coverversionen von Yngwie J. Malmsteen ("Rising Force"), Dio ("Holy Diver") und Aerosmith ("Dream On") - in einer völlig gelungenen, großartigen Darbietung - zu hören. Mir gefiel der Auftritt ziemlich gut und vor allem Gitarrist Joe und Sängerin Maria überzeugen voll! Aufgrund der Absagen Whitesnakes und fuckin´ Def Lepp´s konnten Holy Hell ihre Spielzeit erweitern und hatten sichtlich Spaß daran. Da konnten auch die immer mal wieder einsetzenden Regenschauer nix ändern! (Arno)
Nach den Absagen von DEF LEPPARD und WHITESNAKE - die zwar noch für viel Wirbel und schmutzige Wäsche im Nachhinein sorgen werden aber beim Großteil der Anwesenden nicht wirklich für Enttäuschung gesorgt haben - kamen die MANOWAR Epigonen MAJESTY, als Vorband des Headliners, auf die Bühne. Zunächst wurde bekannt gegeben, dass sich MAJESTY ab sofort METALFORCE nennen (sicherlich bedingt durch den Wechsel zum Magic Circle Label). Ihr Set bestand aus einem Best Of ihrer bisherigen vier Alben, sowie einem neuen Song. Zu erwarten war also True Power Metal vom feinsten. Ohrwürmer und Metalhymnen wie "Sword And Sorcery", "Hellforces", "Heavy Metal Battle Cry", "Into The Stadiums", "Keep It True" und "Son Of Metal" sorgten für recht gute Stimmung bei den Fans und waren eigentlich ein guter Appetizer für den späteren Auftritt von MANOWAR. Trotz der absolut professionellen und souveränen Darbietung hat mich der Auftritt von Ex-MAJESTY dennoch nicht so vom Hocker gerissen wie ich zuvor erhofft hatte. Kann sein dass es an der Tageszeit gelegen hat - ein paar Lichteffekte hätten ihrem Auftritt sicherlich gut getan - oder aber auch daran, dass mit dem Auftritt von MANOWAR tags zuvor und am späteren Abend noch genug True Power Metal gespielt wurde und eine Band mit ähnlichem Schwerpunkt einfach nur ein bisschen zuviel des Guten war. (Zvonko)

Zugegeben, der Manowar-Gig vom Vortag war im Grunde schwer zu toppen - zu konsequent und kraftvoll hatten uns die Kings am Freitag ihre ganz frühen Hymnen um die Ohren gehauen, dass man hier noch eine Steigerung erwarten durfte. Dass sie dennoch eingetreten ist, lag ohne Zweifel an der noch einen Tick stärkeren Setlist, denn mit "Sign Of The Hammer" und "Kings Of Metal" standen die meiner Meinung nach größten Alben auf dem Programm, in deren Mitte das ebenfalls starke "Fighting The World" eingebettet wurde. Eine dreiviertel Stunde Verspätung sorgte nur für eine erhebliche Steigerung der Vorfreude und gab Gelegenheit, sich ein wenig umzuschauen. Schön zu sehen, dass sich sämtliche Generationen eingefunden hatten: In meinem Blickfeld befand sich nicht nur ein Mittsechziger-Ehepaar, sondern auch ein Vater mit Kind sowie einige 16-20-Jährige, die sich später als erstaunlich textsicher erweisen sollten - ein Zeichen für die Zeitlosigkeit und Ehrlichkeit von Manowars Musik, die offenbar über sämtliche Generationengrenzen hinweg empfunden werden (auch wenn es im Folgenden nicht gerade besonders familienfreundliche zugehen sollte). Endlich wurde mit "Manowar" Erics Geburtstagsfeier eingeläutet. Es folgten "All Men Play On Ten" und "Animal", bevor mit "Thor", "Mountains" (wie immer mit ganz besonderer Hingabe gesungen), "Sign Of The Hammer" und "The Oath" die ganz großen Epen ausgepackt wurden. Der Sound wie immer kristallklar und irre laut - besonders bei den bassbetonten Kraftpaketen von "Signs" halfen vor der Bühne irgendwann auch keine Ohropax mehr gegen die tiefen, in jede Pore des Körpers dringenden Schwingungen von Joey's Bassgitarre. Das Publikum war von Anfang ausgesprochen engagiert und schmetterte sämtliche Stücke lauthals mit (schöne Grüße an den Typen im Ledermantel, der sich neben mir eine Tüte nach der nächsten reinzog und als einziger weit und breit in Passivität verharrte - möglicherweise doch nicht so ganz die richtige Droge für so einen Gig…). Besonders schön, wie das Publikum den Chor von "Thor" übernahm, und wie bei "Sign Of The Hammer" so weit man schauen konnte, Fahnen geschwungen wurden und die "Hammer"- Geste zu sehen war - ganz großes Kino. In bleibender Erinnerung wird sicherlich auch "Guayana" bleiben, das ja zu den wenigen Manowar-Songs mit einem sehr ernsten Hintergrund gehört und entsprechend intensiv und packend dargeboten wurde, und aufgrund seines getragenen Tempos uns allen eine kleine Verschnaufpause gönnte. Die war bei "Fighting The World" und "Carry On" vorbei, wo dann wirklich niemand mehr an sich hielt. Einer der Höhepunkte des zweiten Teils war sicherlich "Defender". Die getragene Ansprache des Vaters an den Sohn entfaltete ihre volle feierliche Atmosphäre, Epik und Tiefe, bis schließlich das prägnante "Father, Father, Father I Look Up To You" diesen genialen Song einleitete. Bei "Holy War" gab das Publikum abermals Alles, und "Black Wind, Fire And Steel" beendete Teil zwei dieses unvergesslichen Abends.

Zu einem Zeitpunkt, zu dem andere Bands bereits die Bühne für die finale Zugabe entern würden oder sich das Publikum bereits auf der Heimreise befinden würde, setzten die Kings Of Metal zum dritten Abschnitt und zum eigentlichen Höhepunkt dieses zweiten Magic-Circle-Festivals an. Von Müdigkeit auf beiden Seiten keine Spur, vielmehr wurde jetzt erst richtig aufgedreht. Eric Adams gab an diesem Abend wirklich alles. Hatte man im letzten Jahr hin und wieder das Gefühl, er wolle hier und da seine Stimmbänder schonen, wurde hier Kopfstimme ohne Ende gesungen, kein einziger Patzer war festzustellen, er hatte gar noch überschüssige Kraft, die er zwischendurch immer mal wieder in einem seiner Death-Grunts loswerden musste, und kommunizierte in einer Weise mit dem Publikum, die jedem einzelnen vermittelte, im Zentrum seiner Aufmerksamkeit zu stehen und ein unverzichtbarer Teil dieses Abends zu sein. Der Mann weiß, wie eine gute Show aussehen muss und wie man die Menge begeistert, vermittelt aber seinerseits den Eindruck, dass auch er sich von der Begeisterung des Publikums anstecken lässt und auf diese Weise noch weitere Energiereserven mobilisieren kann. Ein längeres Intermezzo gab es mit der Versteigerung der Motorräder der Crew und mit dem Erscheinen eines weiblichen deutschen Fans, der auf der Bühne einen Heiratsantrag machen durfte. Dass ihr zukünftiger Gatte auf einem Stuhl Platz nehmen musste, um bei "Pleasure Slave" von vier äußerst leicht bekleideten und feuerspuckenden Damen teilweise entkleidet und bis zur Unerträglichkeit bezirzt zu werden, hatte sie sich so wohl nicht vorgestellt, sorgte aber für erhebliche Erheiterung im Publikum. Die Reihenfolge der Songs hatte man im Gegensatz zur CD geändert, was für die Dramaturgie und den Spannungsaufbau förderlich war. Besonderes Highlight war die Hinzunahme des bei den Aufnahmen zu der Platte mitwirkenden Chors, der "Heart Of Steel", "Kingdom Come" und "Blood Of A King" zu wahrhaft majestätischen Live-Versionen machte. "Warriors Prayer" wurde nahezu vollständig vom Publikum mitgesprochen, besonders natürlich das eigentliche Gebet selbst. Schließlich blieben nur noch das ultimative "Hail And Kill" und zum krönenden Abschluss "The Crown And The Ring", bei dem im Refrain sämtliche Instrumente den Chor unterstützten und eine enorme Power verbreiten (eine Neuaufnahme des Songs in dieser Konstellation würde sich sicherlich lohnen…). Zum Schluss gab es wie schon am Vortag nochmal "Die With Honor" und eine fette Version von "Warriors Of The World". Nach unfassbaren 3 Stunden und 40 Minuten verließen Manowar unter frenetischem Beifall die Bühne. Hoffen wir, dass Eric Adams dieser Geburtstag tatsächlich als etwas Besonderes in Erinnerung bleibt. Für uns Fans haben sich Manowar in einer Art und Weise selbst übertroffen, dass es schlicht nicht mehr steigerungsfähig ist. Trotzdem freuen wir uns natürlich auf nächstes Jahr: Joey kündigte an, dass zum nächsten MCF die neue Platte fertig sein und präsentiert werden wird (kein Geringerer als Wolfgang Hohlbein wird eigens eine Fantasy-Geschichte verfassen - die CD soll dann mitsamt dem Buch als Package auf den Markt kommen. Der Roman soll übrigens als Basis für einen Film und ein Videospiel dienen - na wenn's sein muß). Bis dahin helfen wir uns mit der Single "Die With Honor" und erinnern uns gerne an diese beiden großen Abende… (Torsten)
Alles in Allem also ein Festival das im Headliner Bereich alle Tage voll überzeugte. Organisatorisch jedoch hat man vielleicht etwas zu viel zu früh erwartet. Drei Konzerttage hätten nicht sein müssen, andere Festivals brauchten Jahre bis sie einen dritten Tag dazu fügten. Freitag/Samstag reicht doch erstmal aus - man kann so ein Festival langsam aufbauen und von Jahr zu Jahr größer werden. Die Manowar übliche Gigantomie ging diesmal etwas nach hinten los. So viel Zuschauer wie man erhoffte waren es nämlich nicht und was es genau mit den Bandabsagen auf sich hat ist, im Moment, auch noch nicht klar. Man muss auch nicht nur Grill - Essen anbieten, sondern kann flexibler sein - wie 2007. Und wo waren die ganzen Stände & Bars (entlang des Weges zum Gelände) die letztes Jahr noch so Spaß machten? Warum wird die Presse ums halbe Gelände herumgeschickt um in den Pressebereich zu kommen? Dies sind nur ein paar Punkte die es zu verbessern gilt. Joey versprach ja auch, dass man auf die Fan Reaktionen hören wird und 2009 alles besser wird. Na dann hoffen wir mal dass dem so geschehen wird und man dann wieder voller Freude & Neugier nach Bad Arolsen fahren kann im nächsten Sommer!