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Sham 69, Bad Baboons
16.12.2008 Frankfurt / Batschkapp

BAD BABOONS
[BAD BABOONS]

Daß es die Kerle immer noch gibt…mehr als 30 lange Jahre haben Sham 69 jetzt schon auf dem Buckel, was insbesondere für eine Punkband doch schon geradezu biblisch ist. Aber vielleicht bringen sie es ja trotzdem noch? Die Antwort darauf sollte der heutige Abend in der Batschkapp bringen. Besonders voll war es nicht gerade, man hätte das Konzert beinahe schon ins Nachtleben verlegen können. Eine Reihe treuer und teilweise in Ehren gealterter Fans hatte aber doch noch den Weg nach Eschersheim gefunden.


SHAM 69
[SHAM 69]

Vorneweg gab es aber doch die Bad Baboons zu bestaunen. Hat Rock'n'Rolf neben Toxic Taste etwa noch ein Punkprojekt am laufen? Die Bad Baboons traten jedenfalls kollektiv in Piratenkostümierung auf und hatten selbst ein kleines Steuerrad auf der Bühne, um den rockigen Kurs zu halten. Der bewegte sich vorwiegend in angenehm rotzigen Breitengraden, und streifte ein ums andere Mal die Gefilde Captain Duffs, ohne jedoch deren Qualität zu erreichen, denn Arschtrittrock mit Seemannsgarn gibt es eben schon in sehr guter Kombination. Trotzdem ein Auftritt, der schön Laune machte, was nicht nur am von der Bühne verteilten "Grog" (schmeckte eher verdächtig nach Kirschwein) lag sondern auch an den eingängigen, annehmbaren Songs. Jedenfalls war zumindest der vordere Teil des spärlich erschienenen Publikums nach ein paar Songs gut am abgehen und forderte sogar eine Zugabe, die allerdings aus zeitlichen Gründen nicht mehr drin war. Insofern kann man durchaus von einem erfolgreichen Gig der Bad Baboons sprechen.


Als dann nach der Umbaupause zu einem Horrorintro drei alte und ein zumindest etwas jüngerer Brite die Bühne betraten, ging schon deutlich mehr ab. Nach einem etwas zurückhaltenden Beginn wurde gepogt, was das Zeug hielt. Parallel dazu gab sich die Londoner Vorstadtlegende alle Mühe, die Stimmung noch weiter anzuheizen. Auch wenn Sham 69-Konzerte heutzutage nicht mehr wie seinerzeit üblich in Schlägereien und Gewaltorgien ausarten, war doch schwer was los. Eine Stunde lang rockten die Herren Songs aus der langen Bandgeschichte und machten durchaus noch eine ziemlich gute Figur, auch wenn man ihnen die Jahre deutlich ansieht. Das überwiegend aus Punks bestehende, jedoch auch mit Metallern, Skins und Hippies durchsetzte Publikum ließ sich davon jedoch nicht beirren und schubste sich fröhlich durcheinander. Erwartungsgemäß am besten kamen die alten Klassiker an, man nehme z.B. "Tell us the truth" oder den dank den Toten Hosen bekanntesten Sham 69-Song "If the kids are united". Doch, machte schon gut Laune. Nach besagter Stunde war auf der Bühne zwar durchaus ziemlich die Luft raus, aber die ca. 150 erschienenen Fans dürften mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause gestolpert sein. Schöner pogiger Abend, nächstes Mal gerne wieder.




(Till)



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