Chimaira, Unearth, Throwdown, Dååth
29.09.2009 Frankfurt, Batschkapp
Kaum ist die Festival Zeit zu Ende, da sind auch schon wieder die ersten hochkarätigen Tour Packages unterwegs. Mit Chimaira und Unearth haben sich dann auch zwei der wichtigsten Bands des modernen Metals zusammen getan, was also hohe Zuschauerzahlen garantieren dürfte.

Als dann Dååth den Abend eröffnen, ist es allerdings noch sehr übersichtlich in der Batschkapp. Schade eigentlich, denn die Jungs aus Atlanta geben von der ersten Sekunde an Vollgas und wissen direkt zu gefallen. Sänger Sean Z besticht durch heftiges propellerbangen während des Singens und auch die Instrumentenfraktion steht kaum still. Wirklich ein erstklassiger Opener! Inzwischen ist der Laden auch ordentlich gefüllt und es ist an Throwdown die Stimmung aufrecht zu halten. Dies gelingt dem Orange County Vierer auch ausgezeichnet und sie werden dafür auch ordentlich abgefeiert. Wer auf modernen Metal(core) oder auch Pantera steht, sollte der Band definitiv mal ein Ohr leihen. Das Unearth keine Probleme damit haben werden, die Massen zu rocken war eigentlich von vornherein klar. Die Kerle haben zuletzt drei sehr starke Alben veröffentlicht und waren auch selber schon als Headliner in Deutschland unterwegs. Und wie ein solcher werden sie dann auch abgefeiert. Der Mosh-, pardon, Circle Pit ist jedenfalls das komplette Set über in Bewegung. Dies ist aber auch kein Wunder, wenn man solch ein Hit Feuerwerk abbrennt und durch jede Menge Spielfreude besticht. Diesen Hammer Auftritt zu überbieten dürfte auf jeden Fall nicht leicht werden. Aber eigentlich kann man Chimaira und Unearth auch nicht wirklich vergleichen, denn da während Unearth vor allem durch Spielwitz und energische Bühnenshow bestechen, walzen Chimaira im Stile von Bolt Thrower einfach alles platt. Und auch das verfehlt seine Wirkung nicht und das Publikum geht zu Krachern wie "Powertrip" oder "Resurrection" völlig steil. Auf Dauer ist das Material aber vielleicht doch etwas zu monoton, denn schon während der Hälfte des Auftritts machen sich einige Besucher auf den Heimweg, so dass die Mannschaft um Brüllwürfel Mark Hunter ihren trotz allem bärenstarken Auftritt vor deutlich weniger Publikum beenden muss.