Elvenpath, Cast Away, Cervet, Good Vibrations
31.10.2009 Rockclub Bruchtal, Darmstadt
[GOOD VIBRATIONS]
Unter dem Motto "Thrashing Halloween" veranstaltete das Totentanz an Halloween ein kleines, aber sehr feines Konzert im Darmstädter Rockclub Bruchtal. Vier Underground Bands verschiedener Stilprägung hatten sich zum Abrocken eingefunden und sorgten dafür das die zahlreich anwesenden Banger Spaß hatten!
Good Vibrations
Der Name ist Programm! Es waren nämlich in der Tat gute Vibrationen die von den drei "alten Herren" des Abends entfesselt wurden, Har Har. Das Trio macht schon weit über 15 Jahre Mucke zum Spaß und schön im Hardcore/Punk meets Metal Style. Darf man auch Crossover nennen! Gitarrist Frank und Basser Olli teilen sich den Gesang und kotzen sich über alles was ihnen stinkt so richtig aus. "Du Lügst", "Wo? Was? Wie?", "Armut" - alles coole Stücke die mit Spielfreude und Humor rübergebracht wurden. Der Verfasser dieser Zeilen fühlte sich mehrmals an die ´80er Jahre und Bands wie Slime oder D.R.I. erinnert. Und gewundert hab ich mich auch - und zwar darüber das TT Schreiber Schnuller (der früher bei Abandoned die Gitarre bediente) auch an den Drums eine gute Figur macht - Respekt! Good Vibrations (testet mal ihre CD "Bratfett" an - kommt gut!) waren genau der richtige Anheizer für diesen Abend! Das Publikum honorierte es jedenfalls mit Applaus! (Arno)

Cervet
Passend zum Datum und dem "Thrashing Halloween" Motto des Abends standen auch die Aschaffenburger Thrasher CERVET - mit dem Horrorfan Frontmann Zappa - zum zweiten Mal auf der Bühne des gut gefüllten Bruchtals. Nicht als letzte Band des Abends - als Abrissbirne - sondern als zweiter Act und guter Stimmungsmacher für die noch folgenden Bands des Halloween Gigs. Das Quartett prügelte nicht nur in grandioser Spiellaune dem Publikum ihr Set und witzige Ansagen um die Ohren, sondern promotete noch ihr CD/DVD Package "Season Of The Witch", welches bei den Live Auftritten käuflich zu erwerben ist. Neben ihren eingängigen Brechern "Season Of The Witch" und "The Hive" durfte auch der Song mit dem durchgeknallten Titel "Three Cleaning Woman in The Powerplant" nicht fehlen. Die genannten, wie auch die mir entfallenen Songs der Setlist, verfehlten ihre Wirkung genauso wenig, wie die auf Dauerlauf (passend zum Motto des Abends) gestellte Nebelmaschine. CERVET ohne Nebel ist wie Halloween ohne Kürbisse. Ein starker und absolut professioneller Auftritt von CERVET, der wohl jedem Besucher des Abends mehr als nur gefallen hat und den sympathischen Aschaffenburgern mit dieser Leistung sicherlich weitere Fans für die Zukunft beschert hat. Gerne und hoffentlich bald wieder! (Zvonko)

Cast Away
Als dritte Band waren die Heppenheimer CAST AWAY an der Reihe und läuteten den melodischeren Teil des Abends ein. Mit dem teils speedigen, teils Maiden-lastigen Songs, hatten die Vier auch keine Probleme die Leute vor der Bühne zu halten. Auch das Synchron-Banging von Gitarrist/Sänger Michael und Basser Marin war schön anzuschauen. Eine gerissene Saite, mit Drum-Solo zu Überbrückung, tat der Stimmung keinen Abbruch. Neben den eigenen Songs gaben die Jungs noch eine Coverversion von Cathedrals "Hopkins (The Witchfinder General)" zum Besten. Auf jeden Fall ein guter, unterhaltsamer Gig. Die Vocals von Sänger Michael, gehen zwar in Ordnung (auf CD sogar mehr als das), aber die Ansagen könnten etwas dynamischer bzw. lauter sein. Merken und bei nächster Gelegenheit wieder anschauen…es lohnt sich! (Schnuller)

Elvenpath
Als letzte Band des Abends enterten dann schließlich Elvenpath die Bühne. Die Frankfurter haben sich dem Power Metal im Stil der achtziger Jahre verschrieben und schnürten zur fortgeschrittenen Stunde ein ordentliches Paket, mit dem auch die Fans der traditionelleren Linie noch mal voll auf ihre Kosten kamen: Mit ihren sehr überzeugenden zweistimmigen Gitarrenläufen, dem voluminösen, theatralischen und epischen Gesang von Fronter Dragutin den heroischen Texten und tollen Hooks klangen sie wie eine gut gemachte und ziemlich eigenständige Mischung aus Iron Maiden, Manowar und Blind Guardian. Auch die Performance hat gestimmt, Elvenpath waren sichtlich gut drauf und hatten Spaß an ihrem Auftritt, und außer dass es an manchen Stellen doch eine Spur zu laut war, gab es auch soundtechnisch nix zu meckern. Dass sich der Saal zwischenzeitlich etwas leerte, dürfte eher der Tatsache zuzuschreiben sein, dass manche nach dem insgesamt doch langen Abend wohl das Bedürfnis hatten, der Tränke einen Besuch abzustatten und sich locker zu machen. An der Musik kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Respekt vor dieser reifen Leistung! (Torsten)