Serotonal- The futility of trying to avoid the unavoidable(Metal Breath Production)
Darren White gibt’s auch noch. Bei Anathema und The Blood Divine war er für harte und mitunter recht tiefe Klänge verantwortlich, doch das ist Geschichte. Seine neue Truppe Serotonal hat sich dem kompletten Gegenteil verschrieben; die auf dieser EP enthaltenen fünf Songs (limitierte Version, die normale enthält nur drei) rocken sich sehr gemächlich, melancholisch, verhalten ins Ohr. Verzerrte Gitarren werden allenfalls angedeutet, White nuschelt sich wie im Rausch durch die Texte und erhebt seine Stimme kaum über das Minimum. Trotzdem sind Serotonal absolut nicht langweilig, denn atmosphärisch kommt hier wirklich was rüber. Das ist die Musik, die nach einem extrem stressigen Tag sofort den Ruhepuls in humane Dimensionen senkt, den Rücken massiert und das seelische Gleichgewicht wiederherstellt. Insbesondere der letzte Song „A soul like me“ ist sehr gelungen und läßt die Vorfreude auf ein volles Album wachsen. Wer auf Anathemas Spätwerke steht, sollte Serotonal ruhig mal anchecken, es könnte den Geschmack treffen.(Till)Zurück zur Auswahl