Keel- Streets Of Rock & Roll(Frontiers Records)
Keel sind zurück und das gleich doppelt. Zum einen gibt's den Re-Release des stärksten Keel-Albums "The Right To Rock" und mit "Streets Of Rock & Roll" liegt eine CD mit 12 neuen Songs bereit. Der Titeltrack und Opener macht gleich Appetit auf mehr, besticht er doch mit guten Backing-Chören und einer schnell im Ohr haften bleibenden Melodie. "Hit The Ground Running" ist dann eine ganz klassische Keel-Nummer bei der das Reibeisenorgan von Mastermind Ron Keel bestens zur Geltung kommt. Auch hier setzt man wieder auf klassische Heavy-Rock-Chöre im Refrain bei denen man im übrigen von Jamie St. James (Black'n'Blue/Warrant) und Paul Shortino unterstützt wurde. Mit "Come Hell Or High Water" geht die erste Uptempo-Nummer an den Start, ehe mit "Push & Pull" eine schwächere Nummer folgt. Aber mit der Powerballade "Does Anybody Believe" führt der Weg schon wieder nach oben und "No More Lonely Nights" rockt wieder satt des Weges. "The Devil May Care (But I Don't)" erinnert rifftechnisch streckenweise an ZZ Top, während "Lookin' For A Good Time" dem Titel entsprechend fröhlich rockt und früher sicherlich als Video über MTV geflimmert wäre. "Gimme That" langweilt ein wenig mit Anleihen an die Bulletboys, aber mit "Hold Steady" steigert man sich wieder hin zum tollen Good-Time-Rocker "Live" - definitiv auch MTV-tauglich in den 80ern, wenn gleich ein wenig nahe an Poison angesiedelt. Heavy, aber leider auch durchschnittlich wird's am Ende nochmal mit "Brothers In Blood". Bis auf wenige Ausfälle ist "Streets Of Rock & Roll" ein würdiges Comeback-Album geworden, dass, obwohl es keine Keyboards enthält, nur noch ein Scherflein knackiger sein könnte.(Hansy)zur Homepage von KeelZurück zur Auswahl