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Tharsys- Under Her Dead Hands
(Yonah)

Ganz schön Zeit haben sich Tharsys für ihren Labeleinstand gelassen. Die letzte CD „Mortal“ (Eigenproduktion) ist immerhin schon von 2003. Betrachtet man sich „Under Her Dead Hands“, will man die Band erst mal in die Gothic Ecke Stecken, wo Tharsys aber nur bedingt zu Hause sind. Auch im Doom und Folk wird hier und da mal gekonnt gewildert. Der Opener „The Price of Empathy“ Stampft auch schön drauflos. Schön ist auch, das die Gitarren mehr zu melden haben als nur schmückendes Beiwerk zu sein. Beim Titelsong geht es etwas moderner zu Werke. Von der Melodieführung erinnert dieser mich sogar etwas an Lacuna Coil. Keyboarderin Sara Lauhoff, die auch für die weiblichen Vocals zuständig ist, kann hier ganz gut punkten. Zwar ist ihre Stimme nicht mit Cristina Scabbia zu vergleichen, aber die Melodien sitzen auf jeden Fall. Frank Kronnagel, ihr männliches Gegenüber, klingt Phasenweise leider etwas zu hölzern. Zwar wechselt er auch zwischen Klargesang und Growls, aber richtig überzeugen kann er mich in beiden Lagen nicht. Im Duett mit Kollegin Sara, wie bei „Halls of Desolation“, kommt es aber ganz gut. Die vereinzelt eingestreuten echten Geigen und akustischen Gitarren ( „Coldblood“/“Halls Of Desolation“/“Black“) passen sich gut in die Songs ein. Gerade der folkige Anfang von „Coldblood“ ist sehr gelungen. Im Großen und Ganzen gehen Tharsys recht abwechslungsreich zu Werke und variieren gut zwischen doomingen, folkigen und Gothic-lastigen Parts. Die Gitarrenfraktion hat einige gute Riffs und Leads am Start. Abzüge gibt es nur bei den männlichen Vocals und vielleicht beim Drum-Computer. Ein echtes Drumkit, auch wenn hier ordentlich programmiert, kommt gerade bei getragener Musik, immer besser rüber...

(Schnuller)

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