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Dee Snider – For The Love Of MetalDee Snider – For The Love Of Metal

(Napalm Records)

 

DEE SNIDER is back! Nein, TWISTED SISTER feiern nach ihrem Ende 2016 keine Reunion (leider!) aber der legendäre Frontmann und die legendäre Stimme der Band ist mit neuem Material zurück. Der Mann ist auf der Bühne auch mit 63 Jahren noch ein Vulkan und so verwundert es nicht, dass er das Angebot von HATEBREEDs Jamey Jasta angenommen hat um eine neue Scheibe aufzunehmen. Bereits 2016 und kurz nach dem TS Split ist das Dee Snider Soloalbum „We Are The Ones“ erschienen, dass einige Fans sicherlich etwas sprachlos zurückgelassen hat. So sehr ich das Album noch immer mag und oft auflege kann ich verstehen wenn manch einer mit den doch eher wenig heavy gearteten Songs und einer modernen und schwer beschreibbaren - etwa FOO FIGHTERS meets COLDPLAY Mixtur - gearteten Stilausrichtung gehadert hat.

Das neue Album hört auf den etwas plakativen Titel „For The Love Of Metal“ (der Titelsong ist mit seinen textlichen Anspielungen eine einzige Verbeugung vor den ganz großen der Szene, unter anderem MOTÖRHEAD, JUDAS PRIEST, wurde nicht nur von Jamey Jasta produziert, sondern Dee Snider und seiner grandiosen Stimmgewalt förmlich auf den Leib geschrieben. Laut eigener Aussage hat Snider nicht eine Zeile zum Songwriting beigetragen, dafür aber sein ganzes Herzblut in seine Performance gelegt, weil er sich durch und durch mit den Titeln identifizieren kann. Was soll man sagen, außer dass das Ergebnis keine Wünsche offen lässt. Es ist keine TWISTED SISTER Scheibe, nicht mal ansatzweise. Es ist ein modernes und wütendes („Lies Are Business“) Powermetal Album amerikanischer Prägung, welches den Blick nicht zurück, sondern nur nach vorne richtet („Tomorrow´s No Concern“). Thematisch widmet man sich - wie auch zu TS Zeiten – gerne den Topics „Wir gegen Die“ und „David gegen Goliath“. Aufgeben oder unterkriegen lassen stand nie und wird  bei Dee Snider nicht zur Debatte stehen („I Am The Hurricane“, „Become The Storm“). Darüber hinaus finden sich auf dem Album Gastbeiträge von Musikern wie Howard Jones (Ex KILLSWITCH ENGAGE), Mark Morton (LAMB OF GOD) und ALISSA WHITE-GLUZ (ARCH ENEMY) mit der er mit „Dead Hearts („Love Thy Enemy)“ eine gefühlvolle aber kräftige Halbballade durch die Boxen lässt. Wer Dee Snider etwa während der aktuellen Festivalsaison Live sehen konnte, hat gemerkt, dass er mit seinen 63 Jahren noch immer ein Energiebündel ist und, dass die Stimme auch weiterhin über jeden Zweifel erhaben ist und in einem Atemzug mit denen eines Ronnie James Dio (RIP) oder Bruce Dickinson genannt werden kann. Darüber hinaus konnte man sich auch Live von der Qualität der neuen Songs überzeugen, denn die haben mächtig Arsch getreten und wurden von Fans ordentlich abgefeiert. „For The Love Of Metal“ überzeugt auf ganzer Linie und ist für mich eine der Scheiben des Jahres!

 

(Zvonko)

 

https://deesnider.com/


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