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Sanguisugabogg - Tortured WholeSanguisugabogg - Tortured Whole

(Century Media Records)

 

Es kommt in der heutigen Zeit ja nicht mehr all zu oft vor, dass dem Debüt Album einer Band im Underground entgegengefiebert wird. Vor allem, wenn es eher aus einer kleinen Nische wie dem (Brutal) Death Metal kommt. Wenn man den Hype im Netz so verfolgt, scheint das im Falle von „Tortured Whole“ allerdings durchaus der Fall zu sein. Nach dem Debüt von Frozen Soul hauen Century Media also nun das nächste heiße Eisen im Death Metal Bereich raus. Der Werdegang des Ohio Vierers mit dem schwer auszusprechenden Namen und dem noch schwerer lesbaren Logo liest sich dabei ähnlich wie der, der erwähnten Texaner: Gründung vor knapp 2 Jahren, ein vielbeachtetes Demo („Pornographic Seizures“) über das kultige junge Label Maggot Stomp (checkt unbedingt deren Bandcamp Seite, die ist eine wahre Goldgrube für Death Metal Fans) veröffentlicht und nun als das Debüt über Century Media. Dass CM selbiges veröffentlichen erscheint mutig, denn wirklich massentauglich ist die Band (trotz des Hypes)  eigentlich nicht. Ultratief gestimmte Gitarren, kotzender Gesang sowie ein pingender Snare Sound, der selbst Lars Ulrich wachhalten dürfte. Einflüsse von Undergrond Größen wie Mortician, Necrophagia, Autopsy und generell Spätneunziger (US) Brutal Death Metal sind unverkennbar. Aus diesen Zutaten erschaffen Sanguisugabogg aber ein eklig groovendes Schlachtfest, welches man in einer solchen Form nur selten gehört hat. Songs wie der sick groovende Opener „Menstrual Envy“ (zu welchem es ein durchaus sehenswertes Video gibt) oder das starke „Dead as Shit“ (welches gewissermaßen alle Trademarks der Band vereinigt) bringen mein Blut definitiv in Wallung und sorgen für große Begeisterung. Auch der Rest des Albums ist kaum schwächer und bietet reichlich Abwechslung, was in diesem Genre ja nicht immer gegeben ist. Was bleibt also zusammenfassend zu sagen? Ob die Band dem Hype gerechnet wird, muss (wie bei jedem Hype) jeder für sich selbst entscheiden. Mir persönlich geht „Tortured Whole“ gut rein, da es sich zum einen stilistisch abseits jeglicher Mainstream Konventionen bewegt und zum anderen schlicht und einfach geile Songs enthält. Trotzdem ist mir bewusst, dass das Album durch eben jenen Still durchaus „abstoßend“ wirken kann und sicherlich nicht für jedermanns Ohren geeignet ist. Diejenigen, die ihren Death Metal aber eben genau so mögen und die auf Hochglanz polierten Veröffentlichung der letzten Jahre verabscheuen, die dürften mit „Tortured Whole“ viel Freude haben.

 

(Dän)

 

https://www.facebook.com/sanguisugabogg/

 

 

 

 

 

 


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