Exhumed – Red Asphalt
(Relapse Records)
Zehn Alben und 26 Jahre nach ihrer Gründung loten EXHUMED noch immer die Grenzen zwischen Goregrind und melodischem Death Metal aus. Wurde das letzte Album "To The Dead" noch unter Mithilfe alter Weggefährten geschrieben, ist "Red Asphalt" ein Destillat der aktuellen Besetzung. In 36 Minuten konzentrieren sich EXHUMED auf ihre Kernkompetenzen, spielen mit Tempo und Intensität.
Was sowohl im Titeltrack als auch auf "Shock Trauma" oder "Death On Four Wheels" überzeugt, ist die hörbare Spielfreude. Klar: Kennt man das Genre, kennt man auch die hier verwendeten Versatzstücke. Trotzdem servieren EXHUMED ihre Kost gerade im Bereich Groove und Gitarrensoli so schmackhaft, dass man über das Formelhafte hinwegsehen kann. Gleichzeitig klingt das Album angenehm räudig und natürlich — was den Hörspaß noch einmal erhöht.
Am Ende ist "Red Asphalt" — ein Konzeptalbum über das Dahinscheiden im Straßenverkehr? — eine rundum unterhaltsame Angelegenheit geworden. Vielleicht sogar das spaßigste Album der Kalifornier in jüngerer Vergangenheit.
(Manuel)































































































