Knife/Warrant/Taskforce Toxicator (Frankfurt, 2026)
Knife/Warrant/Taskforce Toxicator – 31.03.2026, Frankfurt, Ponyhof 
Mein erstes Konzert im Ponyhof, das wurde auch mal Zeit. Der kleine Club ist vielleicht halb so groß wie das Nachtleben und fasst damit etwas über 100 Leute. Dann ist es hier aber auch extrem kuschelig, um es vorsichtig auszudrücken. Trotz der „Größe“ ist der Club eine überraschend coole Konzertlocation. Die Bühne ist für den kleinen Club immerhin einen knappen halben Meter hoch und nicht nur auf Bodennähe. Der Bereich vor der Bühne liegt zwei Stufen tiefer als der hintere Bereich, so dass man auch von hinten etwas vom Geschehen ganz vorne mitbekommt. Zudem sind die PA Boxen an die Decke gehängt worden, was dem Sound, besonders dem Gesang, bei knallvollem Laden definitiv zugutekommt, da nicht alles vom Publikum geschluckt wird.
Heute ist es auch gepackt voll im Ponyhof und es sind gut zur Hälfte jüngere Fans angereist! Die Klimaanlagen vor der Bühne sind in Betrieb, was Hitze und Luft erträglich halten. Ob die das im Hochsommer auch noch packen bleibt spannend. Als ich den Laden betrete, haben TASKFORCE TOXICATOR schon begonnen. Der Einlass war um 19h, also wurde pünktlich um 19:30 losgelegt. Das Quintett mit dem Fable für Laserschwerter macht auch gleich ordentlich Stimmung. So sorgen „Laser Samurai“ oder „Oppressor“ (mit eingebautem Angel Of Death-Part) für etliche fliegende Haare! Gerne wieder!

Auf diese kurze Tour hat WARRANT Frontmann und letztes Gründungsmitglied Jörg richtig Bock, was man ihm zu jeder Sekunde anmerkt. Die bisherigen Stationen waren ebenfalls sehr gut besucht und das macht natürlich Lust auf mehr. Gitarrist Adrian Weiss ist heute zwar familiär verhindert, Michael Dietz war aber jahrelang der einzige Gitarrist in der Band und kann mit der Situation lässig umgehen. Heute gibt es tatsächlich nur zwei Songs neueren Datums, ansonsten heißt es: Klassikeralarm! „Come And Get It“ vom 2014 Album „Metal Bridge“ macht den Anfang, ehe es mit „Nuns Have No Fun“ und „Satan“ in die Vollen geht. Das aktuelle Album ist nur mit dem rabiat schnellen “Falling Down“ vertreten, da wäre das geile „Demons“ doch noch eine feine Sache gewesen. Auf der anderen Seite gibt es dafür umso mehr Songs von „First Strike“ und „The Enforcer“ zu hören. Auf die Bremse wird eher selten getreten. „Ordeal Of Death“ war einer der wenigen Kandidaten zum Luftholen. „Torture In The Tower“, „The Rack“ und natürlich „Scavenger’s Daughter“ strapazieren die Nackenwirbel und lassen die Menge mitbrüllen! Das wiederum zaubert Frontman/Bassist Jörg ein immer größeres Grinsen ins Gesicht. „Bang That Head“ beendet den Gig dann furios! Klassischer Speed Metal funktioniert auch noch nach 41 Jahren bestens, von wegen Old-School!!
…und KNIFE legen hier noch mal ganz easy einen drauf! Obwohl Frontmann Benni sich eine fiese Erkältung eingefangen hat (nach einer Entschuldigung seinerseits kam von der Band ein „der klingt doch immer so…“) zerlegt der Vierer aus Marburg den Ponyhof mit links. Zudem ist das Publikum bei den Refrains locker so textsicher wie bei Warrant und ihren 40 Jahre alten Klassikern, was den Frontmann zu einem lässigen „Ihr seid geiler als Ingwertee“ hinreißen lässt. Abrisse wie „Heaven Into Dust“, „I Am The Priest“ oder „Possessed“ lassen auch auf engstem Raum einen Moshpit entstehen. Vor „With Torches They March“ wird eventuell anwesendes Faschopack des Raumes verwiesen, was das Publikum nach dem Song mit einem „Nazis raus!“ Chor quittiert. Frankfurt bleibt also stabil, sehr geil! Mit „Nightmares“ wird noch ein Song des kommenden Albums präsentiert, an dem KNIFE zurzeit arbeiten. Zum Garnieren gibt es noch eine fiese Version von Whiplashs „Power Thrashing Death“ auf die Ohren. Mehr muss man zu diesem Gig auch nicht mehr sagen! Irre!
Wie von den anderen Gigs dieser Tour zu sehen und lesen war, war der Zuspruch überall sehr gut und die Clubs gefüllt. Immerhin ein gutes Zeichen für den Underground, dass ein stimmiges Package auch genügend Leute zieht!
(Schnuller)

































































































