KATEsACID-HellbenderKate’s Acid – Hellbender

High Roller Records

 

Sodele, da ist also das Reunion Album von ACID…bzw. KATES’S ACID, um genau zu sein. ACID brachten es zwischen 1980-1985 auf drei Alben, werden gerne als eine der Ersten - oder gar „die“ erste - Speed Metal Band bezeichnet und hatten zudem mit Kate De Lombaert eine Sängerin am Mirko stehen. Nach dem dritten Album „Engine Beast“ war der Ofen wieder aus und der Kult um die Band begann zu wachsen. Die Reunion erfolgte schlappe 35 Jahre später, es gab direkt wieder Krach und Frontfrau Kate ist seitdem unter obigem Banner aktiv. Mit „Hellbender“ wird nun versucht, an die ungestümen Werke der damals noch jungen Metalszene heranzukommen. Das räudige Geschrote von ACID hatte seinerzeit viel von Motörhead, nur das eben eine Frau am Mikro stand und die Gitarren ne ganze Ecke mehr „Metal“ waren. Das Debüt erschien sogar noch vor den Alben von Exciter und Metallica, wenn man den Angaben in den Archives glauben darf. Auf „Hellbender“ hört man durchaus noch vieles, das auch auf den ersten drei Alben hätte stehen können. Nur ist das Gesamtbild natürlich weniger räudig, viel aufgeräumter und Fr. Lombaert klingt auch nicht mehr so unbedarft wie einst im Mai. Die Band begeht aber nicht den Fehler, mit Gewalt ein zeitgemäßes Album zu produzieren und hat den Verlockungen diverser Aufnahmetricks nicht nachgegeben. „Hellbender“ ist ein wirklich cooles Album geworden, vor allem die schnellen Songs machen mächtig Laune. Aber auch ein Song wie „Buccaneers“, der etwas mit Motörheads „Deaf Forever“ flirtet, groovt lässig vor sich hin. Vielleicht hätten die Gitarren eine Ecke dreckiger ausfallen können, was am Ende nicht ins Gewicht fällt. Da gab es schon etliche, deutlich blutärmere Reunions. Daumen hoch!

 

(Schnuller)

 

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