Joseph Toll – It Might Be Art
High Roller records
Scheuklappen kennt JOSEPH TOLL kaum. Nach den Anfängen bei den extremen Thrashern Corrupt, ging es für ihn mit Enforcer richtig los. Weitere Stationen waren u.a. Merciless und Black Trip/Void, sowie auch bei Robert Pehrssons Humbucker hatte er eine tragende Rolle. Zurzeit ist er hauptamtlich bei Tribulation aktiv, hat aber dennoch Muße sein zweites Soloalbum rauszuhauen. Nach dem ersten Album „Devil’s Drum“ (2019) lautet der neue Output auf den Namen „It Might Be Art“, das stilistisch direkt an das erste Soloalbum anknüpft. Ob man das nun Classic oder Vintage Rock nennt ist egal, den beides stimmt. Vergleiche mit Black Trip/ Void und Robert Pehrssons Humbucker liegen auf der Hand, Solo bietet JOSEPH TOLL aber einiges mehr. Das Material klingt teils düster, teils hoffnungsvoll und wieder melancholisch. Mal rockt es nach vorne, mal stimmt es nachdenklich. Hin und wieder blitzen metallische Gitarrenparts auf, immer aber bestechen die Songs durch sein tolles (Nomen es omen) Gespür für Melodien die unter die Haut gehen. Auch ein Verdienst seiner prägnanten und eigenständigen Stimme.
Den Großteil der Instrumente und Keyboards, hat Toll selber eingespielt. Lediglich bei den Drums bekam er Unterstützung von Robert Eriksson (The Hellacopters) und Jakob Ljungberg (Second Sun) und es gibt einige Gastbeiträge von u.a. Tribulation Kollegen und Robert Pehrsson. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Rock Album, das die große Kunst des Songwritings präsentiert. Somit darf der Albumtitel klar mit „Ja“ beantwortet werden.
(Schnuller)
https://www.facebook.com/joseph.tholl.5

































































































