Left To Die – Initium Mortis
Relapse Records
Unter dem Banner LEFT TO DIE machen Matt Harvey (Guit/Voc) und Gus Rios (Drums, beide u.a. Gruesome) mit den beiden Death-Recken Rick Rozz (Guit) und Terry Butler (Bass, auch Obituary) schon seit einiger Zeit gemeinsame Sache, um den frühen Werken von Death zu huldigen. Nun gehen sie noch einen Schritt weiter. Für das erste Album hat sich der Vierer zehn Demosongs der Legende vorgenommen, die teils noch unter dem Banner Mantas geschrieben wurden. Außen vor gelassen wurden schon veröffentlichte Songs. „Beyond The Unholy Grave“ war schon als Bonustrack auf „Scream Bloody Gore“ zu finden und „Corpse Grinder“ auf dem Debut von Massacre („From Beyond“ 1991 mit Kam Lee und Rock Rozz). Neben drei Songs vom 1984er Death By Metal- Demo (Legion Of Doom, Power Of Darkness, Death By Metal), werden ältere Undergroundfreaks von “Witch Of Hell”, “Summoned To Die” und “Slaughterhouse” in selige Tapetraderzeiten gebeamt. Alle Songs waren mehrfach auf irgendeiner der etlichen Death/Mantas Proberaumaufnahmen und Demos zu finden, welche die Band seit der Bandgründung (als Mantas 1983), bis zum ersten Album „Scream Bloody Gore“ (1987) quasi im Monatstakt in der Welt verteilte. Ein absoluter Killer ist „Archangel“, der schändlicherweise von Death nie auf einem Album berücksichtigt wurde. Das haben Atrocity allerdings `92 auf ihrem zweiten Album „Todessehnsucht“ nachgeholt. Das Hauptriff von „Legions Of Doom“ wurde im Übrigen von Chuck im Song „Spiritual Healing“ (1990) wiederverwertet. Es gab noch eine Handvoll weitere Songs, die man hier durchaus hätte aufnehmen können (Reign Of Terror, Seizure, Back From The Dead, Rigor Mortis), denn nur zwei Songs knacken die 3-Minuten Marke, was zu einer knappen Spielzeit von 27 Minuten führt. Aber diese knappe halbe Stunde ist eine Lehrstunde in Sachen effektivem Riffing! Was diese drei damals 16/17 Jahre alten Jungs (zum Line Up gehörte bekanntlich noch Drummer/Sänger Kam Lee) seinerzeit fabrizierten, hat quasi den Death Metal begründet. Trotz (oder gerade wegen?) der rumpeligen Tape-Qualität, haben diese alten Songs eine Menge Durchschlagskraft. Diesen verlieren sie auch mit diesen Neuaufnahmen zwar nicht, bekommen natürlich einen ganz anderen Drive. Strenggenommen, hätte der Mix gerne etwas old-schooliger ausfallen können. Auf der Bühne sollte das aber entsprechend klassisch ballern! Ich freu mich darauf!
(Schnuller)
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