Antipeewee – Under The Banner Of The Old Gods
(Eigenproduktion)
Für einige Jahre waren sie verschwunden, um mit den großen Alten (vielleicht sogar Cthulhu selbest?) ihre Human Grill Party endlich mal umzusetzen. Nun entsteigen ANTIPEEWEE unter dem Banner der alten Götter wieder aus den Tiefen des Meeres…
Für ihr viertes Album haben sich ANTIPEEWEE viel Zeit gelassen. Die ersten drei Alben kamen immerhin recht zackig innerhalb von fünf Jahren. Diesmal wird nicht viel dem Zufall überlassen und das, obwohl das neue Album als Eigenproduktion veröffentlicht wird. Seit Ende letzen Jahres rührt die Band schon auf allen Kanälen die Werbetrommel, dass mittlerweile so ziemlich jeder Thrash affine Metaller mitbekommen haben sollte, was hier auf dem Weg ist. Aber auch an den anderen Fronten hat sich die Band nicht lumpen lassen. Für das großartige Cover ist Andreas Marshall verantwortlich, auf dessen Kappe ja nicht wenige ikonische Cover diverse Klassiker gehen. Auch die Produktion ist deutlich wuchtiger und internationaler ausgefallen. Der wichtigste Punkt, das Songwriting, wurde ebenfalls nicht vernachlässigt. Hier finden sich einige Songs, die sich nach mehrmaligem Genuss des Albums irgendwo im Kopf niederlassen, um immer wieder dezent „Hallo!“ zu rufen. Das sind zum Beispiel der Grip Inc.- mäßige Opener „Under The Banner Of The Old Gods“ oder die beiden Stampfer „Death By Fire“ und „Among The Dead“, deren Refrains für fleißiges Fistraisen sorgen dürften. Mit „In The Night We Come For You“ folgt direkt noch ein dritter Song ähnlichen Kalibers, das hätte man vielleicht geschickter verteilen können. Weiteres Highlight ist der mit fernöstlichen Melodien und akustischen Gitarren geschickt arrangierte Thrasher „Ivory Tower“, der lässig zwischen Highspeed und orientalischen Rhythmen wechselt.
Vom eröffnenden Titelsong bis zum abschließenden knapp 8-minütigen Epic „Temple Of Uvhash“ - ebenfalls mit akustischen Gitarren unterlegt- wird hier einiges geboten. Auch die melodischen Gitarrenleads sind mit Liebe zum Detail ausgearbeitet und erinnern teils gar an Blind Guardian (90er-Phase). Das man textlich Lovecraft und seinem Cthulhu-Universum treu bleibt, ist nach der Einleitung auch klar. Ein Album, das einen nicht mehr so leicht aus den Tentakeln entkommen lässt. Da lässt sich auch bestimmt noch ein gutes Label einfangen, oder?
Death By fire Video:
https://www.youtube.com/watch?v=GDUO-EZbH48
Under The Banner Of The Old Gods Video:
https://www.youtube.com/watch?v=UqogdtWNM9c
(Schnuller)

































































































