SPEEDSLUT - Cimbrian RitesSPEEDSLUT - Cimbrian Rites
(Listenable Records)

 

Dänemark entwickelt sich in den letzten Jahren zu einer Hochburg in Sachen Extrem Metal. Da machen auch die 2023 gegründeten Blackened Speed Metal Newcomer SPEEDSLUT und ihr Debüt full-length "Cimbrian Rites" keine Ausnahme. Wie es ihr Bandname schon vermuten lässt, zockt die lebensmüde Quadriga einen fiesen, gemeinen und kompromisslosen Speed Metal im 80er Jahre Retro-Gewand. Präzise, dreckig und scharf, wie ein bestialischer Messerstich ins Herz. Genauso hinterfotzig, wie ne SPEEDSLUT eben. Bereits beim ersten Durchlauf von "Cimbrian Rites" fühlt man sich in die letzten beiden Dekaden des alten Jahrtausends transferiert, in denen man mit seinen Kumpels abhing, die fettesten Platten oder Tapes rauskramte und selbige untereinander austauschte.  

 

Tief im Old School Milieu verankert, lassen die versierten Neulinge aus Aalborg, Nordjütland ihren herausfordernden, angriffslustigen und druckvollen Arrangements freien Lauf. Die dänische Teufelsbrut weiß eben, wie man rasiermesserscharfes und zündendes Songmaterial präsentieren muss. Neben der bockstarken Performance von Leadgitarrist Tomas Dikinis, setzt  Rhythmusgitarrist und Frontpeitsche Frederik Klitte sein schwarzbeseeltes Gekreisch arschtight in Szene. Sowohl die präzise Bassarbeit von Andreas Holst Reinholt, als auch der abgebrühte und facettenreiche Schlagzeutraffic von Drum-Machine Malthe Ørvad Jacobsen jagen Klittes derbe Aggrovoices durch den Äther. Mit jedem neuerlichen Durchgang bin ich mehr und mehr angefixt, von diesem pfeilschnellen und jugendlich frischen Genickmassaker. Dass die Underdogs mit "Cimbrian Rites" einen zeitgenössischen Geniestreich eingespielt haben, steht für mich außer Frage. SPEEDSLUT sind eben eine dieser speziellen Combos, die ihre Aggressionen in jede freie Sekunde transferieren und einem das Adrenalin wie Kerosin durch die Blutbahn jagen. Die Novizen prügeln einem die Ohrwürmer mit dem Vorschlaghammer durchs Trommelfell und bescheren dem Old School Liebhaber multiple Ohrgasmen. Was die lebensmüden Misanthropen in 35:26 Minuten aus den Klampfen kitzeln scheint nicht von dieser Welt. Da kämpfen sämtliche meiner Haare um einen Stehplatz.

 

Das brettharte Stück Headbangermucke "Cimbrian Rites" bietet neun bestechend ehrliche Kompositionen, die definitiv Spaß machen! Mit leichtem Hall und analogem Raumklang unterlegt, werden dem bösen, wilden und ungestümen Haunted-Horror-Feeling immer mal wieder kleinere Erholungsphasen eingeräumt. Kurzweilige Refrains mit Ohrwurmcharakter, biestiger Gesang, squeelige Soli. Ungeschliffen, fesselnd und der Tradition verpflichtet. Das schreit geradezu nach einer megacoolen Liveperformance.


(Janko)

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Checkt die Viideos zu:

Dark Night Riders:

https://youtu.be/QBjsWT6f5Zo?list=RDQBjsWT6f5Zo

 

Pestridden Stallions:

https://youtu.be/HLDXgor11jw


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