Hoaxed – Death Knocks
(Relapse Records)
Eine halbe Stunde lang ziehen HOAXED ihre Hörerinnen und Hörer auf ihrem Zweitwerk in den Bann. Die drei Amerikanerinnen haben nichts von jener vernebelten Atmosphäre eingebüßt, die bereits das Debüt "Two Shadows" so stark gemacht hat. Ein Grund dafür ist unter anderem die Produktion von Arthur Rizk, die weiterhin angenehm verrauscht und nebelig klingt.
Auch fühlt sich jeder Song so an, als würde gleich etwas Schlimmes passieren oder als erschiene die weiße Frau am Straßenrand. Was dabei allerdings manchmal auf der Strecke bleibt, ist die Auflösung — die Entladung, die Belohnung. Stattdessen folgt häufig einfach der nächste Song mit bedrohlicher Stimmung. "Promised To Me" oder "Dead Ringer" sind dafür gute Beispiele. Für sich genommen funktionieren diese jedoch genauso gut wie "Kill Switch" oder "The Family". Jeder Song findet seinen eigenen Groove, jeder versprüht Charakter.
Für ein kurzes, stimmungsvolles Intermezzo ist "Death Knocks" daher bestens geeignet. Auf längere Sicht und bei wiederholtem Hören geht dem Album jedoch etwas die Luft aus.
(Manuel)































































































