Vomitory - In Death troes
(Metal Blade)
Kollege Janko hat mir das Album in den tiefsten Tönen angepriesen. Und, was soll ich sagen, recht hat er, der Mann! Vomitory legen hier gewaltig nach, ballern und brettern wie nix Gutes, tun das aber weit mehr als auf dem gutklassigen Vorgänger mit einer unerhörten Abgeklärtheit und Lässigkeit. Gut so, denn wenn die schwedischen Kotzbrocken abwechslungsreich agieren und auch mal Melodien zulassen, waren sie immer schon am besten. Hat da jemand „Blood rapture“ gesagt? „In Death troes“ kommt an die Hochphase der Band vielleicht nicht ganz heran, muss sich mit einer ganzen Reihe an tadellos funktionierenden (und noch tadelloser produzierten) Songs aber auch absolut nicht verstecken.
Mir gefällt dabei „Forever scorned“ am Besten. Die derbe, sodomesque Riffsäge hätten Centurian (R.I.P?) auch nicht brachialer hinbekommen. Bei „Wrath unbound“ rotieren mighty Bolt Thrower sicherlich ekstatisch im Grab und wer beim Titeltrack keine Bloodbath-Vibes spürt, hat schwedischen Death Metal nie geliebt. Man mag an dieser Aufzählung schon erkennen, dass die Scheibe bei aller Lässigkeit und Brutalität doch ein winziges Manko hat: sie wirkt eher wie ein Sammelsurium an Einflüssen und steht mehr für diverse Genre-Ausprägungen als für sich selbst. Aber erstens haben Vomitory nie einen Hehl um ihre Einflüsse gemacht und zweitens, was sie aus dem ganzen Krempel machen, macht einfach derbe Bock!
(Chris)
https://vomitory.bandcamp.com/music

































































































