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Manntra – Monster Mind ConsumingManntra – Monster Mind Consuming

(No Cut/SPV)

 

Mit Kroatien, verbindet man mit Urlauben der schönen Adria, leckeren Weinen und mediterranen sowie herzhaften Speisen als auch mit diversen sportlichen Erfolgen wie beispielsweise dem Vizeweltmeister Titel bei der Fußball WM 2018. Wenn man nicht selbst aus dem Land stammt, hat man die hiesige Musikszene allerdings eher nicht auf dem Schirm. Auch wenn Ex-Jugoslawien einige sehr gute im klassischen Rock zu verortende Bands hervorgebracht hat (exemplarisch zu nennen bspw. Bijelo Dugme, Divlje Jagode), haben diese nie den internationalen Sprung geschweige denn Durchbruch geschafft. Die aktuelle Szene hat auch einige starke Bands im Punk, Metal und Hardcore Bereich zu bieten. Diese sind allerdings auch nur überwiegend Fans in Ex-Jugoslawien bzw. weiteren Balkan Ländern ein Begriff.

Manntra könnten dies ändern. Nicht nur, weil sie mit ihrem „Mittelater meets Neue Deutsche Härte“ Stil eben nicht im klassischen Rock bzw. Metal unterwegs sind, sondern auch weil mit ihrem neuem Album „Monster Mind Consuming“ - dem zweiten englischsprachigen in der Discographie – eine weitere Range erreicht, sondern auch ein eher internationales Publikum angesprochen werden soll. Sie bleiben sich stilistisch auch auf dem fünften Album treu. Sie spielen wie bereits erwähnt einen Mix aus „Mittelater meets Neue Deutsche Härte“ und vermischen das ganze zusätzlich mit kroatischen Folklore Klängen. Der männliche Gesang wird durch weibliche Backvocals unterstützt und das ganze ist eingebettet in ein druckvoll produziertes Soundgewitter aus schweren Gitarren, hämmernden Drums, wummernden Bass sowie mittelalterlichen Instrumenten. Allesamt überzeugen die Songs zudem durch ihre Eingängigkeit, die nicht zuletzt als Ohrwürmer („Heathens“, „Ori Ori“, „Voices Of The Sea“ oder das Rammstein-lastige „I Want To Eat You“ [erinnert sehr stark an „Mein Teil“]) enden. Songs dieser Art kennt man hierzulande von etablierten Vertretern wie In Extremo oder Tanzwut. Mit eben Mitgliedern dieser beiden Bands haben Manntra auch schon zusammengearbeitet. Mit Michael Robert „das letzte Einhorn“ Rhein (In Extremo) auf dem 2019er Album „Oyka!“ und mit Tanzwut auf aktuellem Output „Monster Mind Consuming“. Aus dem Mittelalter / Folk Metal Hype von vor ein paar Jahren bin ich im großen und ganzen ausgestiegen, wenn ich auch einzelne Bands gut finde und diese auch gerne Live sehe. Mit Manntra ist nicht letztlich durch das neue Album „Monster Mind Consuming“ eine weitere Band dieser Spielart hinzugekommen, die ich mir sehr gerne auf der angekündigten Tour 2021/2022 (sofern diese durch die Corona Pandemie stattfindet) auf alle Fälle ansehen werde!

 

(Zvonko)

 

www.manntra.hr            


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