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Ministry – HopiumforthemassesMinistry – Hopiumforthemasses

(Nuclear Blast)

 

Drei Jahre nach seinem letzten Album „Moral Hygiene“ meldet sich Ministry Kopf Al Jourgensen mit neuer wütender, angepisster Mucke zurück. Über die Jahre ist es bei Ministry ein bisserl wie bei Motörhead geworden. Man weiß was man bekommt und das ist immer qualitativ gut. Naja Okay bei Lemmy immer gut, bei Ministry fast immer. Große Veränderungen stehen nicht im Raum. Industrial Metal mit peitschenden Riffs, allerlei Samples aktueller Welt Geschehnisse, Elektro Spielereien und anklagender, rauer Gesang. Die Band ist auf ihrem Gebiet Vorreiter und Initiator, ich wüsste auch gerade nicht wer mir da momentan besser gefällt in dem Bereich. Man höre nur mal „Goddamn White Trash“ (mit Pepper Keenan von C.O.C. als Gast) – das Stück ist so cool das es sich auch 1992 auf dem Klassiker „Psalm 69“ gut gemacht hätte, das will was heißen! Auch Songs wie „Just Stop Oil“ oder „It´s not pretty“ überzeugen mich sehr. Das Album gehört definitiv zu den Highlights der späteren Ministry Geschichte würde ich sagen.

Checkt doch mal das neueste Video zu „B.D.E.“ hier: https://www.youtube.com/watch?v=VfSHHujQcqw

 

(Arno)

 

Beim Onkel Jourgensen weiß man ja nie so Recht was man bekommt, den nächsten Klassiker oder einfach nur eine Pflichtveröffentlichung im Drogenrausch um den Leuten zu zeigen, dass der zwischenzeitlich zelebrierte Auflösungsvertrag doch nicht so gemeint war. Schwierig dieses Album hier einzuordnen, da es doch überraschend abwechslungsreich daher kommt. Nach dem eher wie ein längeres INtro klingenden „B.D.E.“ folgt die erste Single Auskopplung „Goddamn White Trash“, welche zwar einen angenehmen Beat und ein einprägsames Riff vorzeigt, aber nicht unbedingt ins Übermaß abgleitet. „Aryan Embarassment“ haut dann ein paar irre Samples (ok, die sind überall versteckt, aber hier prägnant) zwischen die eher gesprochenen Worte von Ikone Jello Biafra raus. Danach ballerts erstmal aus vollen Rohren mit dem „TV Song“ und mit einem ebenso schnellen Riff aber getragenem Beat geht’s mit „New Religion“ im „Psalm“-Stil weiter. Zum Schluss des Albums aber kommt es nochmal dicke und zwar in Form von „zurück zu den Ursprüngen“. „Cult Of Suffering“ kommt mit seichtem Refrain und Gastsängerin eher beschwingt daher, während der Abschlusssong „Ricky’s Hand“ als pure Elektronummer rüberkommt und man nicht weiß ob man bei einem leichten Lächeln eher Stirnrunzeln oder die Augenbraue hoch ziehen soll.
Auf jeden Fall kein eintöniges Album, daher aber auch kein leichtes. Irgendwie hat Al wirklich alle Elemente seit Gründung der Band untergrabracht. Und das sind bekanntlich nicht wenige. Ob deswegen das Album gut ankommt? Wir werden sehen.

 

(Röbin)

 

https://ministryband.com/

 


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