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Errors of the Human BodyErrors of the Human Body
(Pandastorm)

 

Geoff Burton forscht wie besessen an einem mysteriösen Gen-Defekt, an dem vor Jahren sein neugeborener Sohn starb. Kurz vor dem Durchbruch zu einem Heilmittel muss er jedoch seine Zelte in den USA abbrechen und schließt sich einer Forschungsgruppe in Dresden an. Unter seinen neuen Kollegen ist auch eine alte Bekannte, die ebenfalls bahnbrechende Fortschritte vorzuweisen hat. Als sich ein weiteres Mitglied des Teams über alle Grenzen der Ethik hinwegsetzt und rücksichtslos mit einem instabilen Regenarations-Serum experimentiert, droht eine Eskalation ungeahnten Ausmaßes.

 

Um es gleich auf den Punkt zu bringen; Errors of the Human Body ist ein gut gemachter, leidlich spannender Teuto-Thriller auf gehobenem Samstagabend-Fernseh-Niveau, nicht weniger, aber leider wie so oft im deutschen Kino auch nicht mehr. Dabei hätten Story, Setting, Cast und Budget offensichtlich noch so einiges hergegeben. Dass der männliche Protagonist furchtbar verbissen und damit mindestens ein Stück weit unsympathisch wirkt, ist der Geschichte geschuldet und darf ruhig so hingenommen werden. Warum die Figur allerdings statt von einem Akteur in der lockeren Tradition des jüngeren deutschen Kinos von einem aalglatten Ami verkörpert werden muss, das weiß wohl nur Regisseur Eron Sheean. Hier macht man sich ohne Not übrigens auch gleich die nächste Baustelle auf, denn kurioserweise schaffen es die Deutschen - eigentlich international Meister der Synchronisation - traditionell nicht, ihre eigenen Filme vernünftig nachzuvertonen.

 

Sieht man von all diesen kleineren und größeren Mankos ab, bleibt ein solider Sci-Fi-Thriller im betont unterkühlten Look, der nach einer ruhigen, aber nie langweiligen ersten Stunde langsam Fahrt aufnimmt, um in einem Finale durchaus cronenberg'schen Ausmaßes zu münden.


Pandastorm verpackt Errors oft he Human Body in sehr klare, höchstens im Dunkeln einmal rauschende Bilder und ein gutes, wenn auch dezentes Soundgewand. Ein Interview mit dem Regisseur, Trailer und Trailershow runden diesen alles in allem äußerst gelungenen „Biotech-Thriller“ (Cover-Angabe!) ab.

 

(mosher)

 


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