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Korpiklaani – Jylhä
(Nuclear Blast)

 

Räumen wir gleich mal auf: Wer denkt, Korpiklaani spielen nur Sauflieder, der liegt voll danaben, denn wirklich nur ein Bruchteil der Songs beschäftigen sich mit dem flüssigen Stoff – zumindest wenn man des finnischen nicht mächtig ist. Wer dachte, Korpiklaani können nur Ufta Ufta, liegt vollkommen daneben, die Mehrzahl der Songs sind im Midtempo und haben erhabene und melancholische Melodien. Und wer zu jung ist und denkt The Hu hätten den Exotenbonus gepachtet oder gar erfunden, der sollte sich schleunigst die Finnen anhören, die schon seit 2003 unterwegs sind und mit Jylhä ihr elftes Album auf den Tisch hauen. Und das hat es in sich!
Die beiden ersten Songs könnte man noch heranziehen, um meine oben aufgestellten Argumente zu entkräften, denn die beinhalten tatsächlich den Schunkel Ufta Humpa Beat für den die Band in der Masse bekannt ist. Song Nummer drei, „Leväluhta“ lässt einen gedanklich eher in einer Hamburger Hafenkneipe zurück, in welcher etwas traurig der Sonnenaufgang beobachtet wird. Doch mit „Mylly“ wendet sich das Blatt richtig guten Melodien zu. Bleibt die Strophe noch relativ hart, wechselt der Song im Refrain zu einer verträumten Melodie und überrascht im weiteren Verlauf mit einigen Wendungen. Direkt danach „Tuuleton“ setzt noch einen oben drauf und man möchte wirklich wissen, was hier so gefühlvoll besungen wird. Und dann kommt „Sanaton Maa“ und zeigt, dass es sogar noch geiler geht! Wahnsinn. Danach noch sieben weitere Lieder, welche zwar nicht immer als komplettes Highlight durchgehen, aber bei solch starken Granaten, die vorher zu hören waren, auch unmöglich.
Für mich ganz klar das Beste Korpiklaani Album und schon jetzt eine der besten Scheiben für 2021. Hätte ich so niemals mit gerechnet. Ganz großes (Gefühls-)Kino!

 

(Röbin)

 

https://korpiklaani.com/


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