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Cold Cell – The greater evil

(LADLO)

 

Klischeehafter Titel, klischeehafte Mucke? Weder noch. Denn Cold Cell beziehen sich mit dem Albumnamen mitnichten auf den Teufel, sondern auf das mit Abstand zerstörerischste Wesen, was je einen Fuß auf diesen, dem Untergang geweihten Planeten gesetzt hat. Klar, teils scheinen die Texte branchentypisch einfach nur die Lust an der Apokalypse widerzuspiegeln, teils schlägt das ganze aber auch in, unübliches Wort in einer Black Metal-Rezension, Gesellschaftskritik um.

 

Zur Musik: Die Basler mit dem (inzwischen ausgestiegenen) Schammasch-Schlagzeuger Boris A.W bieten im Kern recht typischen neuzeitlichen Black Metal – repetitiv, dissonant,  unnahbar. Anfangs will sich auch lediglich, das mit einem von Gastsänger W4 vehement entgegengeschmetterten „Neverending fire“ startenden „Open wound“ erschließen, nach und nach eröffnet sich dann allerdings die ganze Klasse des Albums – und zack ertappt man sich beim Gedanken, die Scheibe kurzerhand zu bestellen. Was mir besonders gut an „The greatest evil“ gefällt sind die im Prinzip simplen, teils fast an EBM-Bands wie Suicide Commando erinnernden Melodieloops und die mitunter auftauchenden Akustik-Interludes, die so auch von mittleren Secrets of the Moon stammen könnten.

 

In Summe stehen Cold Cell aber in keinem Schatten einer Band, sie werfen mit ihrem apokalyptisch gefärbten Post Black Metal ihren eigenen Schatten: auf die endlosen Untaten der Menschheit. Der Stoff dürfte den Schweizern so schnell nicht ausgehen.

 

(Chris)

 

https://www.facebook.com/coldcellofficial


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