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DUSTBOLT-SoundFury.jpgDust Bolt – Sound  & Fury

AFM Records

 

Mit „Trapped In Chaos“ (2019) haben DUST BOLT ein fantastisches Album abgeliefert, auf dem die Bandbreite des Thrash ziemlich komplett abgegrast wurde. Nachdem man den Thrash für sich nach vier Alben also perfektioniert hat, mussten neue Ideen her. Auf „Sound & Fury“ wurden die Pforten für neue Einflüsse richtig weit geöffnet. Thrash, wie ihn DUST BOLT bisher gespielt haben, hört man am ehesten noch in den Songs „I Witness“ und „New Flame“ (dem einzigen schnellen Song) heraus. Zwar ist Thrash noch irgendwo die Basis, aber neben einigen Loops und Soundeffekten, hält vor allem eine ordentliche Portion Alternative/Modern Metal Einzug in den Sound. Teilweise lassen sich gar Stone Sour, System Of A Down oder Rage Against the Machine mäßige Parts ausmachen. Das klingt nach eine recht krassen Kurskorrektur und das ist es auch. Das wird natürlich einige Meckerer auf den Plan rufen, Social Media macht’s möglich, man kann sich aber auch erst einmal auf die neuen Songs einlassen…und die sind fast alle verdammt gut. „Leave Nothing Behind“, „Burning Pieces“ oder „Love & Reality“ sind mit tollen Hooklines versehen und haben durchaus Potential auf verstärktes Airplay in einem der bekannten Rock Radiosender. Am weitesten entfernt sind „I am the One“ und „Sound & Fury“, bei denen Thrash definitiv nicht mehr rauszuhören ist. Nicht so ganz neu sind ja balladeske Töne im Bandkosmos. „Little Stone“ kommt tatsächlich ohne Gitarren aus und ist nur mit E-Piano und Streichern unterlegt. Nicht nur hier kommt Gitarrist/Sänger Lennys Stimme super zu Geltung. Eigentlich auf dem ganzen Album nimmt er sich mehr Platz für die Vocals, meistert das in allen Varianten und gibt etliche starke Melodien zum Besten. Das er dazu Potential hat, konnte man schon in „Exit“ (auf „Mass Confusion“ 2016) hören. Das hätte aber mit Sicherheit auch in Thrash Kontext gut funktioniert. DUST BOLT bewegen sich mit „Sound & Fury“ oft mehr als einen Schritt in eine neue Richtung. Da braucht es durchaus auch mal etwas Abstand und eine Pause, um die eigenen Erwartungen zu resetten. Eine Entwicklung, die in den 90ern einige Bands in Richtung Crossover gemacht haben, hoffentlich kein Schritt zu viel.

 

 

(Schnuller)

 

https://dustbolt.com/

 

 


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