HARLOTT - Exsequiis
(Metal Blade Records)
Nach einer beinahe sechs Jahre anhaltenden Funkstille geht auch das fünfte Thrash Brett "Exsequiis", des 2006 gegründeten Aussie Fourpiece HARLOTT aus Melbourne, Richtung SLAYER, TESTAMENT oder EXODUS. Straight, kompromisslos und brachial wird sich in einer Spielzeit von 47:58 Minuten durch elf endfette Panzerbrecher gebolzt (wenn man denn das kurze Intro "Incipiam" mitzählt). Frontröhre und Sixstringer Andrew Hudson brüllt sich hierbei in feinster Tom Araya-Manier die Stimmbänder aus der Verankerung. Derbe, dennoch dynamisch und groovy as fuckin` hell, schmiegt sich das facettenreich befeuerte Schlagwerk von Glen Trayhern, die pfeilschnellen Riffmassaker und bockstarken Soli von Leigh Bartley, sowie Tom Richards exklusives Bassplay, an die ultimativ zündenden und mitreißenden Refrains. Die Aussies klingen wie frisch aus der Backstube und haben ihre schweinegeilen Arrangements, die an ausgewählten Stellen mit dezenten elektronischen Effekten aromatisiert wurden, punktgenau und exzellent umgesetzt. Da kämpfen sämtliche meiner Nackenhaare um einen Stehplatz, denn hier stimmt einfach alles. "Exsequiis" ist somit ein Paradebeispiel für die perfekte Synergie der gesamten Rhythmusfraktion!
Mit ihrem derben Combat Thrash erreichen HARLOTT einen ähnlich intensiven Energie-Level wie SLAYER. Schnell, durchdringend, intensiv! Mit dem filigranen Riffing wie aus dem 1 A Trendsetting Warehouse, sägt einem "Exsequiis" genüsslich die Rübe vom Fleischsack. Die fetzigen Gitarrenklänge entfesseln ein energiegeladenes Thrash Inferno, bei dem jeder Gitarrenton messerscharf nach vorne zischt! Auch Hudsons standfeste Tom-Araya-Gedächtnis-Vocals, die gerne mal politische und gesellschaftliche Probleme aufgreifen, sind über jeden Zweifel erhaben. Ich bin ja sowas von begeistert! HARLOTT haben die Spannung des Moments perfekt eingefangen. Von mir aus könnte das stundenlang so weitergehen. "Exsequiis" will gar nicht mehr raus aus meinem Player und ist für mich persönlich ein ganz heißer Anwärter auf den Titel "LACK OF LIES - Album des Jahres 2026"! Das unnachgiebig ballernde Album gereicht genauso gut zum ultimativen Abreagieren nach einem bekackten Arbeitstag im Gym, wie zu einem ekstatischen Schleudertrauma im Moshpit. Das energetische Geknüppel und das göttliche Guitarplay, eingehüllt in Old School/New School Flair, pumpt einem das Kerosin dabei nur so durch die Adern. Wer das gefühlte Perma-On/Off von SLAYER nicht länger verkraften kann, sollte HARLOTT daher auch unbedingt mal ein Ohr leihen, oder auch zwei. Es lohnt sich!!!
(Janko)
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The Joyful Stain:

































































































