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Kalibos - HexAKALIBOS - HexA 
(Darkest Age Productions)

Kurz und bündig „HexA“ lautet der Titel des zweiten Outputs und full-length Debüts des Berliner Doom/Sludge Monsters KALIBOS. Warum aber ausgerechnet „HexA“? Na ganz einfach, weil man insgesamt sechs (Hexa...) Tracks in Studioalbum-Länge auf KALIBOS 1.0 (vielleicht deswegen das große „A“?) gepackt hat. Die vier Düsterheimer, die bereits seit 2007 in der Szene aktiv sind, bieten unkonventionellen, experimentellen, bassbetonten und versludgeten Doom Rock/Metal. Ihr lässig aus dem Ärmel geschüttelter Endzeit Doom, der leicht rotzig inszeniert wurde, geht stimmlich und soundtechnisch mit einer gewissen SOURVEIN Marke einher, wobei es die Jungs aus der Bundeshauptstadt experimentierfreudiger und offener, dafür weniger tiefenverzerrt angehen, als die angesprochenen US Doom Aquanautics. Kalibos - Band1„HexA“ nimmt für Doom zum Teil schon ganz ordentlich Fahrt auf und plänkelt zu keinem Zeitpunkt gelangweilt vor sich hin.


Die, zum Teil BLACK SABBATH nicht unähnliche musikalische Grundstruktur und die, mit der Fuzzbox verzerrte, starke Saitenakrobatik, kreiert manch unkonventionelle und einfältige, dennoch stets passende Gitarrenleads, samt amtlich wummerndem Tieftöner. Auch gewisse Parallelen zu ORCHID lassen sich bei KALIBOS kaum von der Hand weisen, wohingegen mich das knapp 10-minütige „Severance“ in seinen akustischen Sequenzen auch stark an die Aschaffenburger Psychedelic Trip Rocker MY SLEEPING KARMA erinnert. Auf die raue, leicht kehligheisere, dabei aber kraftvolle und zumeist im mittleren Bereich der Gesangslagen eingefärbte Reibeisenstimme von Frontröhre Markus Morgenstern, wurde nicht selten Hall gelegt, um das Studiosound-Spektrum aufzuknacken und eine gewisse Live Atmo heraufzubeschwören. Diese coolen und wie die Faust aufs Auge passenden Vocals sind eher eher assig gerufen, denn gekrischen. „HexA“ ist rau und unverfälscht eingespielt geworden und definitiv keine weichgespülte, einförmige Sache. Das rohe, eingängige Soundgefüge, mit astreinem, griffigem Riffing ist geradezu zum Mähneschwingen prädestiniert. Kalibos - Band2Die sechs neuen Tracks der Doom Zentrifuge „HexA” weisen mit 04:33 bis 09:51 Minuten auch ganz beachtliche Rotationszeiten auf, die sich über eine Gesamtspieldauer von 45:53 Minuten erstrecken. 

Das ExperiMental Doom/Sludge Quartett aus der Bundeshauptstadt hat ein schönes Digisleeve mit 12-seitigem Booklet am Start. Und über allen Dingen sechs ziemlich coole, ehrliche Doom/Sudge Songs in starker, ausgeklügelter musikalischer Architektur. Die coole, abgefrazte Nummer „Colossus“ zum Beispiel, ruft nicht zuletzt durch ihre spacigen Soundgefilde eine gewisse Aufbruchsstimmung hervor. Jeder einzelne Song hat ordentlich Punch. So ist „K53“ laut, schnell, verzweifelt, aber definitiv auch hoffnungsvoll und strotzt nur so vor innerer Stärke. Die Scheibe haben die Jungs komplett in Eigenregie aufgenommen, produziert und gemastert. Auch das Layout und das Artwork stammen von den Musikern höchst selbst. Mit „HexA“ ist KALIBOS ein DIY (Do It Yourself) Doom Metal Debüt gelungen, das in der Szene sicherlich für einigen Aufruhr sorgen dürfte oder zumindest sollte. absolut das Richtige für einen Abend in einer urigen, rauchverhangenen Kneipe mit Holztischen, dunklem Bier und nem richtig feinen Whiskey! Es ist aber auch sicherlich nicht verkehrt, die Jungs mal live anzuchecken! Als Rausschmeißer hält man mit „The Great Collision“ noch ein ziemlich cooles, tiefenentspannendes, weil basslastiges und gleichermaßen spaciges Instrumental bereit.


(Janko)

www.kalibos.com
https://de-de.facebook.com/kalibosss/

 

 

Checkt doch am besten gleich mal...

"Severance" @ https://www.youtube.com/watch?v=jjdZgCPNfGo


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