Sirius_Curse_When Beauty AwaitsSirius Curse – When Beauty Awaits

(Eigenproduktion)

 

SIRIUS CURSE erwischten mich vor ein paar Jahren mit ihrer Debut EP auf dem richtigen Fuß. Die Mischung aus eher modern in Szene gesetztem Metal mit leicht proggigen Elementen und anspruchsvollen Texten lief mir echt gut rein. Fünf Jahre später haben die Rottweiler ihr erstes komplettes Album fertig. Für Mix und Mastering konnte man sich dafür die Dienste von Achim Köhler (u.a. Sinner, Primal Fear) sichern, der den Jungs ein deutlich besseres, aber durchaus auch kühles Soundbild gezaubert hat. Ich hatte das im Review zur EP „Time Knows No Lies“ mit einigen US-Metal Produktionen Mitte der 90er verglichen, was für mich immer noch am ehesten hinkommt. Ebenso geblieben ist das größtenteils gebremste Tempo der Songs, denen man in meinen Ohren oft etwas den Drive nimmt, da zu gerne auf die Bremse getreten wird. Das ist auch der einzige kleine Kritikpunkt. Auf „When Beauty Awaits“ findet man detailliert ausgearbeitete Songs, die klassischen Metal mit zeitgemäßer Gitarrenarbeit verbinden. Wobei mir persönlich die Gitarren etwas klassischer riffen könnten. Die meist getragenen Gesangslinien sind erstklassig ausgearbeitet und fügen sich bestens in die Songs ein, die allesamt über tolle Hooks verfügen. Ich würde hier mal "Encounters" und "Astonishment" als Anspieltipps in die Runde werfen. Ein paar Durchläufe sollte man dem Album allerdings geben, bis es anfängt zu wurzeln und die Schönheit langsam erwacht.

 

(Schnuller)

 

https://www.sirius-curse.de/

 


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