Thronehammer – Slay | Kill | Erase Thronehammer – Slay | Kill | Erase
(Supreme Chaos)

Der Schwerpunkt der deutsch-britischen Thronehammer lag bislang ja eher beim epischen Doom, das Monumentale und Schleppende ist hier also Kernkompetenz. Mit ihrer vierten Veröffentlichung verschiebt die Band die Koordinaten jetzt entschieden in Richtung Death Doom und zieht in Sachen Härte einige Umdrehungen an. So intensiv und hypnotisch, so unbarmherzig und roh wie bei Destroy ov Light oder Thrown into the Abyss hat man Thronehammer bisher noch nicht gehört. Mit ihrer Kombination aus stoisch vorantreibenden Drums, suggestiven Leads, dem Wechsel zwischen archaischen Growls, wütendem Gekeife und beschwörendem Klargesang, und mit einem dramaturgischen Aufbau, der die Intensität immer weiter nach oben schraubt und bis ins Rauschhafte steigert, entwickeln diese Songs einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Auch das ausladendere, progressiv angelegte Blade to the Heart und das zwölfminütige, episch-getragene und sehr melodische Onwards to Oblivion gehören zu den ganz starken Momenten des Albums. Die genannten Charakteristika ziehen sich letztlich quer durch das Album und heben auch ein, zwei blassere Songs, in denen die Band ihre Stärken nicht komplett ausspielt, noch gut über die Ziellinie. Immer wieder mal fühlt man sich an frühe Paradise Lost, frühe Anathema oder auch Dark Thrones Soulside Journey erinnert, aber dieses Album mit seiner ungeschliffenen Wucht, Eindringlichkeit und Vielseitigkeit zeigt unmissverständlich auf, dass diese Band ihren ganz eigenen Stil entwickelt hat, und der überzeugt auf ganzer Linie. Pflichtprogramm!

https://thronehammer.bandcamp.com/album/slay-kill-erase

(Torsten)


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