Avrak Avrak - Avrak
(Peaceville Records)

Was reibt sich auf AVRAK? Abfuck, genau.
Den spüre ich jedes Mal, wenn man als Reviewer eine Besprechung Napalm oder Peaceville Records bekommt. Die Labels liefern ihre Musik nur als Streams aus, welche in ihrer Audioqualität arg zu wünschen übrig lassen. Handelt es sich bei Ted Skjellum (Nocturno Culto) neuer Band nicht um eine verrauschte Black-Metal-Nummer, sondern um doomig angehauchten Heavy Metal. Wäre es schön gewesen, wenn einem beim Hören nicht die Becken unter dem Hintern weggeklirrt wären. 

Zur Musik: Rollend, walzend, brachial stürmen AVRAK mit „Forever Mountain“ aus den Toren. Hier wird sofort deutlich, dass die Gruppe mit Anders Hegna (Nød, El Kayenne, Svidd Grevling) einen Top-Fronter am Mikro hat. Ausdruckstark und eindringlich führt der Norwerger durchs Album. „Unborn“ spränkelt danach Black-Metal-Riffing mit in den Mix, bevor sich „Long May The Lums Reek“ Zeit für Aufbau und Entladung nimmt.
In diesem Dreieck - Wucht / Black Metal (Riffing) / Atmosphäre - bewegen sich die Norweger dann auf den restlichen Tracks des Albums. Die beiden Zwischenspiele, „Rot“ und „Hav“, die jeweils die Vinylseiten zumachen, außen vor gelassen. Auf der zweiten Hälfte der LP stechen vor allem der Chorus von „Cloaks Of Power“ und das thrashige Riffing auf „The Lonely Shadow“ heraus. Das etwas vertracktere „The Rift“ beschließt die Nummer.


Meinen Frust über die Bemusterung außen vor gelassen, haben AVRAK ein Debütalbum geschrieben, dass funktioniert und trotz der bekannten Akteure nicht altbacken wirkt. Möchte man Referenzpunkte, so könnte man wohl am ehesten Richtung Tommi Iommi oder gar zu Sarke blicken, obwohl dieser weit schwarzmetallischer unterwegs war (ist?). Die Mischung hört man so nicht an jeder Straßenecke, da hätten es sich die vier Norweger leichter machen können.

(Manuel)

https://www.instagram.com/avrakband/?hl=de


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