Static Abyss - The Dying HuntStatic Abyss – The Dying Hunt
(Peaceville Records)

Als hätte es die letzten 30 Jahre Death Metal nicht gegeben, rohren die beiden Autopsy-Musiker Chris Reifert und Greg Wilkinson einmal mehr einfach mal drauf los. Waren die ersten beiden Alben des Duos eher auf der doomigen Seite, ordnet sich „The Dying Hunt“ eher auf der todesmetallischen Seite ein. Und waren die ersten beiden Alben tatsächlich Projekte als Duo, haben sich die beiden dieses Mal Unterstützung von Necrot-Drummer Chad Gailey geholt, der schon während Reiferts Schulterverletzung bei Autopsy ausgeholfen hatte. Was STATIC ABYSS noch vom Hauptprojekt unterscheidet? Gute Frage, bitte stellen Sie die nächste!
Klar, vielleicht ist „The Dying Hunt“ ein Moment stimmungsvoller als der Autopsy-Output, am Ende ist es aber einfach(er) Death Metal. Durch die Reduktion der langsamen Teile verschwimmt jedoch nicht nur die Grenze zwischen den Bands, STATIC ABYSS verlieren gleichzeitig auch etwas Durchschlagskraft. „Skull Blasted“ oder „Wall of Delusion“ sind dummschnelle Cavemen-Nummern, bei denen kaum etwas hängen bleibt. Wenn das Tempo in „Nowhere Forever“ oder „Darkness At The End Of The Light” tatsächlich reduziert wird und die Band kleinen Melodielinien die Führung übergibt, hat dieses direkt eine positive Wirkung. Ja, die Strukturen und Schichten sind weiter nicht überkomplex, dafür gewinnt das Gehörte an Wucht.
Wirklich Neues gibt’s hier aber tatsächlich nichts zu hören. Dieses Album hätte so auch 1989 erscheinen können. Nichts ist hier bahnbrechend oder innovativ, „The Dying Hunt“ ist jedoch auch nicht schlecht. Dafür sind die drei beteiligten Musiker zu erfahren. Warum sollte ich aber hierzu greifen, wenn jedes x-beliebige Autopsy-Album besser ist?

(Manuel)

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