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Decapitated - AnticultDecapitated - Anticult

(Nuclear Blast)

Das siebte Studioalbum des polnischen Death Metal Upper Cut DECAPITATED aus Krosno ist nicht mehr länger als reines Death Metal Werk zu verstehen. Mastermind, Gitarrist und einzig übriggebliebenes Gründungsmitglied Waclaw "Vogg" Kieltyka bezeichnet das 37:49 Minuten wirbelnde „Anticult“ als Sammelsurium aus Death, Thrash, Rock’n’Roll, sogar Black Metal und atmosphärischen Sequenzen. Die Polen, die seit jeher für technisch komplexes, harsches Killer Riffing und ein brutal nach vorne peitschendes Drumming stehen, haben dieses Mal auch wirklich nur ein ganz klein wenig an der Geschwindigkeitsdrossel gedreht. Dies sei dem zugänglicheren Groove, einer verdaulicheren Dynamik und nicht zuletzt wohl auch der besseren Vermarktung geschuldet. Aber keine Angst..., die Death/Groove Metal Formation DECAPITATED macht nach wie vor ne ganze Menge Alarm!
 
Das Extreme-Metal Foursome, das sich 1996 gegen den Rest der Menschheit verschwor, hat mit „Anticult“ keineswegs ein Flenner-Album kreiert. DECAPITATED agieren nach wie vor so richtig schön brachial, überwiegend schnell und kompromisslos, steuern aber immer mal wieder ruhigere Passagen an. © Oscar SzramkaDie langgezogenen spacigen Gitarrensounds, die schon mal an alte IN FLAMES erinnern, werden gerne als progressive, formgebende Soundlayers in die wechselwirkende Polyrhythmik des fett pumpenden, technisch hochwertigen In-Die-Fresse Death/Thrash’n’Rolls eingebunden. Die polnischen Weirdos haben sogar einige Hardcore und Punk Anleihen, wie zum Beispiel im oberst fetzigen Stakatto Riff Monster „Kill The Cult“ in ihre musikalischen Grundstruktur einfließen lassen und Druck, sowie Spannung den gesamten Track über DECAPITATED-like hochgehalten. Das unverkennbare und unerbittliche Aggrogrowling von Frontbrüllwürfel Rafał "Rasta" Piotrowski ist gewohnt deftig und gibt sich keinerlei übertriebener Experimente hin. Das aggressive und extrem variable, oftmals auch schräg und dissonant zueinander aufgestellte Permariffing von Vogg, sowie seine ab und an einsetzende, hart angerissenene stakattohaft ausgelebte Arbeit am Sechssaiter, drücken immer noch eine enorme Power in die Songs.

 

Ich muss jedoch an dieser Stelle anmerken, dass mir das absolut sauber eingespielte „Anticult“ trotz seines enormen Durchsetzungsvermögens etwas zu sehr in moderne Formen gepresst rüberkommt, was dem glasklaren DECAPITATED Sound und den spacigen Atmo-Gitarren geschuldet sein mag. © Oscar SzramkaDas war aber auch schon alles, was mir an negativer Kritik zu „Anticult“ einfällt, denn ansonsten wurde die facettenreiche Verarbeitung der Soundstrukturen intelligent und stilsicher aufeinander abgestimmt. Man zieht halt sein Ding von jeher durch, verändert und entwickelt sich fortlaufend ein klein wenig und lässt hin und wieder neuerliche Nuancen in seine musikalische Architektur einfließen. Das Schlagzeug wurde ungetriggert im Studio Custom34 in Gdansk aufgenommen. Für die Aufnahmen der Gitarren, des Basses und der Vocals frequentierte man hingegen die ZED Studios in Chechło. Gemixt und gemastert wurde „Anticult“ in den Dugout Studios in Uppsala, Schweden von Daniel Bergstrand (MESHUGGAH, IN FLAMES...aha, daher...) und Lawrence Mackrory (FIRESPAWN, NIGHTRAGE), Textlich dreht sich „Anticult“ rund um die Rolle der Menschheit und seiner destruktiven bis apokalyptischen Machenschaften.

(Janko)

www.decapitatedband.net

https://www.facebook.com/decapitated

 

Checkt die neuesten Videos der Band:
„Never“ Official Video:
https://youtu.be/Dzsnunj-5gg

“Earth Scar” Official Video:
https://www.youtube.com/embed/yR7AnukIl8U?ecver=1


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