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DeeSnider_LeaveAScar.jpgDee Snider – Leave A Scar
(Napalm Records)

„Leave A Scar“ heißt das neue Album von Dee Snider. Der Ex - Twisted Sister Frontmann macht auf diesem dort weiter, wo er 2018 mit „For The Love Of Metal“ aufgehört hat. Wieder mit im Boot ist Hatebreed´s Jamey Jasta als Produzent. Im Vergleich zum Vorgänger begnügt sich Dee Snider diesmal nicht nur mit der Rolle am Micro, sondern war diesmal auch aktiv (zum ersten Mal seit seiner Widowmaker Zeit in den 90´s) in den Schreibprozess und die Produktion eingebunden. Auch wenn die Songs des Vorgängers - mit ihrer kämpferischen „Positive Me(n)tal Attitude“ – Dee Snider förmlich auf den Leib geschrieben waren, hört man auf „Leave A Scar“ seinen Einfluss auf das Songwriting deutlich heraus. 2019 hatte Dee Snider nach eigener Aussage sowohl mit Albumaufnahmen als auch mit Live Auftritten abgeschlossen und wollte sich eigentlich zurückziehen. 2020 kam die weltweite Corona-Pandemie und diese, wie auch politische Zustände in den USA wie auch weltweit, scheinen in dem umtriebigen Bühnenderwisch neue Energie und Kampflust geweckt zu haben. Diese Kampfeslust und Wut musste kanalisiert und musikalisch verarbeitet werden, was im Album „Leave A Scar“ resultierte. Dee Snider hat also noch immer Bock, was die SMF´s weltweit mit großer Freude registrieren werden.
„Leave A Scar“ ist in ebenso einem modernen Soundgewand eingebettet wie der Vorgänger, packt aber noch mal eine Schippe in Puncto Härte und Punch drauf (wird besonders deutlich auf dem Song „Time To Choose“ mit Gastsänger George `Corpsegrinder´ Fischer von Cannibal Corpse). „Leave A Scar“ kombiniert klassischen amerikanischen Powermetal sowie traditionellen Hard Rock gemeinsam mit Hardcore Einflüssen (die unbestreitbar von Jamey Jasta kommen) und schreit förmlich „Fuck You“ heraus. Entstanden ist ein druckvolles. Angepisstes, kämpferisches und trotz aller Wut auch positives Metal Album. Die Message ist klar und deutlich: Es lohnt sich immer für seine Ziele und Überzeugungen einzustehen und zu kämpfen. Und wenn die Stimme des einzelnen nicht laut genug ist oder nicht genug Reichweite hat, kann Dee Snider vielleicht mit seiner kämpferischen Natur und kräftig-charismatischen Stimme weiterhelfen und motivieren! Die Instrumentenfraktion um die Brüder Charlie und Nick Bellmore  an Gitarre und Drums arbeiten super mit Russell Pzütto am Bass und Nick Petrino an der zweiten Gitarre zusammen. Hier treffen ordentlicher Punch und treibende Riffs aufeinander. Durch Dee´s charismatische sowie weiterhin powervolle und kräftige Stimme wird dieses moderne Powermetal Album abgerundet.
„Leave A Scar“ ist genau so wenig ein Album in Twisted Sister Tradition geworden wie die beiden Vorgänger „For The Love Of Metal“ oder das gänzlich untypische „We Are The Ones“. Dee `Fucking´ Snider beweist aber einmal mehr, dass er so facettenreich wie nur wenig andere Metal Musiker ist [siehe aus musikalischer Perspektive auch das Album „Dee Does Broadway“ oder Genreübergreifend seine kreativen Ausbrüche als Film und TV Schauspieler und Produzent, Radiomoderator, (Dreh)Buchschreiber] und, dass auch mit 66 Jahren noch eine Menge Energie im Tank übrig ist. „Leave A Scar“ ist für mich eines der Alben 2021 (weshalb an dieser Stelle auf die Hervorhebung einzelner Songs verzichtet wird) und hat zwar keine Narben aber bleibenden Eindruck hinterlassen. Still SMF!
      
(Zvonko)

www.deesnider.com/


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