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Myrkur -Mareridt

(Relapse)

 

Das Debüt der Dänin wurde in der Szene ziemlich zwiespältig aufgenommen. Über den Nachfolger wird man sich nicht weniger das Maul zerreißen, auch wenn die Musik selbst nur wenig Anlass dazu gibt.

 

„Mareridt“ hat sich vom Black Metal ein ganzes Stück entfernt, nur noch selten gibt es harsches Gekrächze und immer leicht verfremdet wirkendes Geklirre. Ansonsten schwankt das Gebotene zwischen elfenhafter Unbedarftheit und atmosphärischer, gerne auch elektronisch verursachter Kühle. Die Kompositionen sind also insgesamt höchst unterschiedlich und ragen teilweise weit über das bisher gezeigte Stilspektrum hinaus.  Da hätten wir „Crown“, das völlig ungezwungen Lana Del Rey’s Heroin Pop nacheifert.  Oder „The serpent“, das  schroffe Powerchords auf die glockenklare Singstimme loslässt.  Oder „Maneblot , die totale Black Metal-Apokalypse mit wunderbarem Klargesang. Oder „The funeral“, das schon aufgrund des Duetts mit Chelsea Wolfe hervorsticht, dazu aber noch feinste Electronica auffährt. Noch ein Highlight vergessen? Ach ja, die majestätische Vorabsingle „Ulvinde“, die nicht weniger als eine Hymne ist und einmal mehr mit hinreißenden Gesangslinien aufwartet.

 

„Mareridt“ sticht in Summe das Debüt locker aus, ist wesentlich facettenreicher und sollte dadurch kaum noch im Fadenkreuz der Black Metal-Gralshüter sein. Beim nächsten Mal noch ein bisschen weniger traditioneller Folk-Singsang (der mir persönlich gar nichts gibt) und ich wäre rundum zufrieden. So bin ich es mit kleinen Abstrichen.

 

(Chris)

 

https://www.facebook.com/myrkurmyrkur

 

 


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