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Das DschungelbuchDas Dschungelbuch

(Koch Films)

 

Buldeo, ein gealterter Jäger erzählt für ein paar Goldmünzen Geschichten aus seinem Jägerleben und über den Dschungel. Es sind Geschichten über die Gefahren, die im Dschungel lauern und das Zusammen- bzw. Mit- oder Nebeneinanderleben von Mensch und Tier. Die Geschichte um die es sich dreht, handelt vom im Dschungel Indiens verlorengegangenen zwei Jährigen Nathoo. Dieser irrt durch den Dschungel und findet Unterschlupf bei den Wölfen, die ihn in ihrem Rudel aufnehmen, aufgrund seines fehlenden Fells Mowgli (nackter Frosch) nennen und als einen von Ihnen aufziehen. Nicht nur mit den Wölfen freundet sich Mowgli an, sondern auch mit Baloo dem Bären oder auch Bagheera dem schwarzen Panther. Auch mit den Elefanten und anderen Dschungelbewohnern ist Mowgli befreundet. Einzig Shere Khan, der Tiger, ist Mowglis Feind. Allerdings nicht nur seiner, sondern der aller Dschungelbewohner. Mowgli hat ein Versprechen abgegeben, dass er einhalten will und wird – Shere Khan muss durch seine Hand sterben. Eines Tages trifft Mowgli bei seinen Streifzügen durch den Dschungel auf eine Menschensiedlung. Nach anfänglicher und auf Gegenseitigkeit beruhender Skepsis bleibt Mowgli bei den Menschen und wird ein Teil der Siedlungsgemeinschaft. Doch der Drang seine Brüder und Freunde des Waldes wiederzusehen lässt nicht nach. Als er mit Mahala, der Tochter von Buldeo, einen Streifzug durch den Dschungel machen, kommen die beiden in eine verlassene Stadt und ihre prächtigen Tempel. Sie finden auch die alte verlassene Schatzkammer. Nach Warnung der alten aber weisen Schlange Kaa, dass der Schatz verflucht sei und Tod und Unheil bringt, lassen Sie die Finger von Ihm. Doch die Entdeckung der Schatzkammer bleibt kein Geheimnis und die Gier von Buldeo und zweier Kompagnons ist groß und führt unweigerlich sowohl in ihr eigenes Verderben als auch in das der Dorfbewohner. Nur Mowgli kann mit Hilfe seiner tierischen Freunde noch größeres Unheil abwenden.

 

„Das Dschungelbuch“ von 1942 unter der Regie von Zoltan Korda ist die erste Realverfilmung der 1894 erschienenen gleichnamigen Romanvorlage von Rudyard Kippling. Nicht nur das Buch selbst, sondern auch die überwiegend durch Disney umgesetzten Verfilmungen, sind mittlerweile Klassiker. Wie das so ist, gibt es gute wie auch weniger gute filmische Adaptionen. Neben dem Disney Zeichentrick Klassiker, der Disney Realverfilmung von 2016 oder dem Andy Serkis Netflix Streifen „Mowgli“, ist die 1942 erschiene Version ebenfalls eine sehr gute und vor allem zeitlose. Hier wird die Reihenfolge des Zusammentreffens von Mowgli und den Dorfbewohnern etwas umgedreht aber mit dem Fokus auf die Gier des Menschen sozialkritisch aufgeladen. Regisseur Zoltan Korda und sein Star Sabu, in der Rolle des Mowgli, haben noch andere Abenteuerstreifen wie „Der Dieb von Bagdad“ oder der „Elefantenjunge“ gedreht. Gerade „Der Dieb von Bagdad“ und vor allem „Das Dschungelbuch“ haben dabei eine zeitlose Ausstrahlung und wissen auch heute noch mit der dynamischen Inszenierung zu gefallen. Überragend ist, dass aus Mangel an technischen Möglichkeiten, seinerzeit mit echten Tieren gedreht wurde. Die Szenen sind dadurch oftmals spannend, dynamisch und aufregend. Sabu galt als indischer Kinderstar (der leider mit 39 Jahren viel zu früh verstorben ist) und ist der einzige nicht-amerikanische Darsteller in dem Film. Alle anderen sind Blackfacing Darsteller, was aus heutiger Sicht selbstverständlich unerträglich ist und so (hoffentlich) nicht mehr vorkommen wird, zu der damaligen Zeit aber leider üblich war. „Das Dschungelbuch“ ist eine tolle Geschichte, egal ob als Romanvorlage oder als filmische Adaption, mit zeitlosem Charakter und Message.

 

Der mittlerweile 80 Jahre alte Klassiker wird von Koch Films mit gutem Bild und kräftigem Sound in deutscher und englischer Tonspur auf Blu-ray ins heimische Kino gebracht.

 

(Zvonko)


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