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CARNATION - Chapel Of AbhorrenceCARNATION - Chapel Of Abhorrence

(Season Of Mist)


In den ersten Zuckungen des Jahre 2013 gegründet, veröffentlicht das belgische Five Piece CARNATION aus Heist-op-den-Berg und Antwerpen, dieser Tage mit "Chapel Of Abhorrence" seinen Death Metal Erstschlag. Elf wuchtige Tracks der Marke International Old School Death, voller Inbrunst und Leidenschaft gezockt, mit viel Know-how umgesetzt und perfekt in Szene gesetzt, zollen den Death Metal Jüngern der 80er und frühen 90er Jahre ihren Respekt. Mit der: “Cemetery of the Insane“ EP aus dem Jahre 2015, dem Live Album „Live at Asakusa Deathfest Tokyo, Japan“  (von 2017) und der, ebenfalls aus dem Jahre 2017 stammenden Split-CD „Live at Asakusa“ Deathfest 2016 (mit COFFINS; SKELETAL REMAINS; RUDE und CARNATION) hat man bereits drei Outputs vorzuweisen. Von der Aufmachung und vom Bandnamen her, habe ich gar nicht so viel Hoffnungen und Erwartungen in das CARNATION full-length Debüt gesetzt, waren sie mir bis dato doch völlig unbekannt. Aber ich muss zugeben, dass die belgische Todesbrut mit „Chapel Of Abhorrence“ ein 1 A Death Brett an den Start gebracht hat.

 

Der tiefenverzerrte Sound und die bitterböse Growlperformance sind pures Teufelswerk. Zusammengenommen erzeugen sie eine bedrohlich machterfüllte und düstere Grundstimmung. Die Jungs haben wahrlich Rhythmus im Blut, denn „Chapel Of Abhorrence“ beinhaltet elf bockstark arrangierte und bis ins Detail ausgeklügelte Songs, die sich anhören, als hätten sie sich die Belgier einfach mal so eben aus dem Ärmel geschüttelt. Solch eine Leichtigkeit strahlt dieses beherzte Death Gebolze aus. CARNATION - BandTrotz technischer Finesse, kommen CARNATION recht straight und schnörkellos auf den Punkt, lassen aber die (wenn auch wirklich sehr dezenten) melodischen Aspekte nicht außer Acht. Dass es dem Death Fünfer aber auch kaum um Ästhetik gegangen sein dürfte, merkt man recht schnell an ihrer direkten Art und der Umsetzung von HM2-Gitarren, druckvollem, variantenreichem Drumplay, extremem, durchsetzungsstarkem Death Growling und dem trümmernden Bass. So richtig schön dämonisch, kraftstrotzend, guttural und teuflisch sind die düsteren Vokills von Frontkampfsau Simon Duson. Die haben mich sogleich abgeholt und mit hinunter gezogen in den abgrundtiefen Höllenschlund. Die Debüt Langrille „Chapel Of Abhorrence“ ist demnach eine wahre Ode voller Hass, Blut, Chaos, Horror und Folter an den traditionsbewussten Death Metal geworden.

 

In 47:37 Minuten mischt die belgische Todesfront Death Metal aller Couleur und aller Geschwindigkeiten zu einem gelungenen Konglomerat aus sinisterer Anmut und bitterböser Stahlkraft. Wobei sich CARNATION hierbei zumeist im Mid- bis Uptempo festbeißen. Der Grundtenor bleibt aber grundsätzlich den mittleren Geschwindigkeiten vorbehalten. Bei der Groovemachine und gleichzeitigen Namensgeber des Albums „Chapel of Abhorrence“ tun sich wahrlich seelische Abgründe auf. Ein wahrer US Old School Death Smasher vor dem Herrn, mit genial groovendem Refrain. Auch das Groove- und Fressmonster “Disciples of Bloodlust” boxt, beißt und berserkert sich durch schwere Gitarren, nimmt eine rasende Geschwindigkeit auf und überzeugt mit einem arschtigthen Rhythmus, der sich zur absoluten Speed-Ekstase entfaltet. CARNATION können definitiv mit den großen Pissen gehen und müssen sich keinesfalls vor etablierten Szenegrößen verstecken. Die Jungs ziehen auf „Chapel Of Abhorrence“ wirklich sämtliche Register, die man bei einem astreinen Death Metal Album ziehen muss. Brutale, catchy Refrains, die verdammt noch mal Laune machen und sich ausnehmen, wie endfette Schläge in den Gesichtsäther. Das ist die Quintessenz eines bockstarken Death Metal Albums!

 

(Janko)

http://www.carnationband.com/
https://de-de.facebook.com/CarnationBE/

 

 

Checkt auch gleich die Videos zu:

Chapel of Abhorrence:

https://www.youtube.com/embed/rPD6X506Qzs?ecver=1

 

und

 

Sermon of the Dead:

https://www.youtube.com/watch?v=c9CAbUf34Z0


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