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Bangkok HauntedBangkok Haunted

(I-On New Media)

 

3 junge Frauen erzählen sich gegenseitig Gruselgeschichten: Eine alte Trommel sorgt für schreckliche Visionen, die in der dessen Ursache es in der Vergangenheit zu erkunden gilt, eine einsame Frau versucht mit einem Liebeselixier den Mann ihrer Träume zu betören, übersieht dabei aber die tödlichen Nebenwirkungen und in einem Mordfall geht der junge Polizist auf eigene Faust dem angeblichen Selbstmord nach - eine zugleich komplexe und gefährliche Suche nach der Wahrheit.

 

Nach dem beeindruckenden Hitman-Thriller "Bangkok Dangerous" und bevor die beiden thailändischen Pang-Regisseure mit "The Eye" einen Extrem-Gänsehaut-Schocker ablieferten, liefen sie mit "Bangkok Haunted" erstmal warm. In vielerlei Hinsicht kann er als Vorstufe gesehen werden: Das Episodenkonzept, bei dem die drei ähnlich gearteten, aber unterschiedlich unterhaltsamen Kurzgeschichten über Geistererscheinungen jeweils 40 Minuten zugesprochen bekommen, birgt Gefahr, zu zerfasert zu sein, um den Zuschauer dauerhaft zu packen, ist dabei aber ein Beispiel für die Art des subtilen Horrors, der sich später in "The Eye" durchsetzte. Dafür bemüht man sich, gleich mit der ersten Episode dem Zuschauer die Gänsekombie überzustreifen, kommt aber nur stellenweise voran. Der Horror basiert bis auf Szenen auf dem Seziertisch im letzten Drittel ausschließlich auf dem unheimlichen Gefühl, dass sich der jeweilige Charakter allein in der Dunkelheit befindet, aus der plötzlich ein schauderhafter Geist tritt. Wer sich auf diese Art von Nervenkitzel freut, bekommt hier zwar nicht dauerhaft die volle Ladung dargeboten, wird sich innerhalb der sehr atmosphärischen Stories aber sicherlich wohl fühlen. Die einzelnen Geschichten erreichen in etwas das Niveau einer "Tales From The Crypt"-Folge, sind also stets mit einem fiesen "Aha"-Effekt verbunden, wobei die Dritte als ausgereifteste Episode gelten kann, die mit ihrem Verlauf wirklich überraschend zu Werke geht. Im Gegensatz zur amerikanischen Comic-Verfilmung wird hier aber sehr viel Wert auf ausstrahlende Ruhe und Bildästhetik gelegt. So schafft es "Bangkok Haunted" nicht immer, das Adrenalin in die Höhe schießen zu lassen, im direkten Vergleich zu den unzähligen Vertretern der asiatischen Gruselkost würde ich den hier aber immer noch empfehlen.

Das Bild der deutschen DVD, die neben einer kurzen Artwork-Galerie, Trailer und Teaser ein halbstündiges Making Of an Bord hat, ist trotz anamorpher Abtastung zu dunkel, nicht immer farbsicher und auch wenig scharf. Schade, denn auch der deutsche DD5.1-Track ist keine Wucht, dafür aber der originale thailändische Ton mit optionalen Untertiteln.

 

(Paule)


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