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totentanz nr. 29

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RiotV-ArmorOfLight.jpgRiot V – Armor Of Light

Nuclear Blast Rec.

 

Das RIOT (bzw. RIOT V) nach dem Tod von Mark Reale ohne das letzte Gründungsmitglied weitergeführt wurden, mag sich anfangs vielleicht nicht ganz richtig angefühlt haben. Das erste Album unter dem erweiterten Namen ließ aber viele Fans aufatmen. “Unleash The Fire” fing den Spirit von RIOT bestens ein und gab der Band genug Bestätigung, alles richtig gemacht zu haben. „Armor Of Light“ schlägt knapp vier Jahre später in die gleiche Kerbe. RIOT V orientieren sich nach wie vor an „Thundersteel“, was bedeutet, es gibt viel Uptempo und Doublebass zu hören. Ähnlich wie auf dem Vorgänger, sind die langsameren Songs und die größeren Melodien in der zweiten Hälfte des Albums zu finden. Auf ruhige Songs wurde diesmal komplett verzichtet, dafür gibt es eine Parallele zur „Thundersteel“ bzw. dem Nachfolger „The Privilege Of Power“, auf dem man Bläser (respektive Keyboards) einsetzte, die in „Caught In The Witches Eye“ auch zum Einsatz kommen. Interessant ist auch der dreist aus dem Accept Klassiker „Balls To The Wall“ übernommene „Oh-ho-ho“-Chor in „Angel‘s Thunder, Devil’s Reign“. Zum schlechten Album wird „Armor Of Light“ dadurch aber natürlich nicht.  Das Gitarrengespann Flyntz/Lee liefert sich tolle Duelle und Sänger Todd Michael Hall liefert wieder eine fantastische Gesangsleistung ab und man fragt sich, warum der Mann erst in den 2000er Jahren richtig entdeckt wurde. „Burn The Daylight“, „Heart Of A Lion“, das schon erwähnte, sehr rockige „Caught In A Witches Eye“, das harte „Raining Fire“ oder das fantastische „Set The World Alight“ sind erstklassige, meist sehr melodische RIOT V Granaten, die der Mehrheit so schnell nicht mehr aus dem Ohr gehen werden. Der einzige Haken am Album ist nicht der häufige Doublebass Einsatz, sondern der viel zu penetrant getriggerte Drumsound. Speziell die Bassdrums stehen sehr weit im Vordergrund, während die Becken wie aus der Konserve klingen und das Ride-Becken gar nicht zu hören ist. Warum erfahrene Musiker, die solche Hilfsmittel gar nicht nötig haben, hier so wenig Fingerspitzengefühl beweisen oder dem Produzent Chris Collier (u.a. Metal Church, Flotsam, Slipknot, Korn) nicht auf die Finger hauen, kann ich nicht verstehen. Natürlich ist „Armor Of Light“ ein gutes Album, ohne den penetranten Drumsound wäre es aber noch viel besser.

 

(Schnuller)

 

http://www.areyoureadytoriot.com/

 


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