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Majesty - LegendsMajesty - Legends

(Napalm Records)

 

 

Studio Album Nummer neun von Bandboss Tarek und seinen Mannen und was auf dem Vorgängeralbum „Rebels“ begonnen wurde, wird auf „Legends“ nun konsequent fortgeführt. Das Intro im Hörspielcharakter, gibt ganz gut die Stimmung des Albums wieder. Es geht nicht mehr um Odin und epische Schlachten, um Stolz oder Ehre nein! Majesty führen uns in Ihrer neuen Ausrichtung in ein Postapokalyptisches Zeitalter und hier herrscht Endzeitstimmung, lyrischer Gesellschaftskritik gepaart mit dem hochhalten von Werten und Hoffnung.

Ich kann verstehen, dass Tarek das Manowar-Image hinter sich lassen will und ich finde sogar die thematische Neuausrichtung im Future Endzeitstil ala „Mad-Max“ echt gut, jedoch ist das was mir musikalisch entgegen schlägt m. E. von durchschnittlicher Einfachheit, mit Ambition zur Massentauglichkeit geprägt und ich will das auch begründen. Die meisten Stücke

spielen im Midtempo-Bereich, werden mit Hilfe von Synthies atmosphärisch aufgepeppt sowie von prägnanten aber einfach gestrickten –sogar cheesig/seichten- Refrains dominiert.

Die Produktion klingt zwar satt, jedoch auch nach dem zweiten Durchlauf werde ich das Gefühl nicht los, dass hier nach Schema-F vorgegangen wurde, die Stücke klingen in ihrer Architektur zu identisch und machen sie daher vorhersehbar und wenig überraschend, geschweige denn, dass Tiefgang erkennbar wäre. Das funktioniert bestimmt gut in großen Arenen oder gar im Radio auf Dauerschleife zur besten Sendezeit, aber von einer Band die sich einst „Keep it true“ auf die Fahne geschrieben hat und von der ich auch weiß, dass sie durchaus in der Lage ist Stücke mit Konsistenz und Tiefgang zu schreiben, nehme ich diesen Ritt auf der Kommerzwelle nicht ab. Zu sehr wird hier in Richtung Sabaton geschielt und war anscheinend mit Battle Beast zu lange auf Tour gewesen. „Hellforces“, „Banners High“ oder gar „Metal Force“ sind voll von Stücken die ihre Magie entfalten, ins Blut gehen und das Metallerherz voll Stolz schlagen lässt, „Rebels“ bringt wohl eher jede Apres-Skiparty -nachdem „Warriors oft he World“ verklungen ist- textsicher zum Mitsingen als einen echten Metalhead.

Zum Schluss stellt sich einfach die Frage, ob man das will? Für mich ist es in dieser Form jedenfalls nichts mehr.

 

(Patrick)

 

http://majesty-metal.de/

 


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