Axel Rudi Pell – Ghost Town
(Steamhammer)
Neulich im Gespräch unter Gleichgesinnten: Ach du hast di neue Axel Rudi Pell auch? Ja, was soll man da noch schreiben?
Da stimmt wohl so seit Jahren doch bei Ghost Town sind Veränderungen spürbar. Zwar kommt nach dem obligatorischen Intro zunächst ein gute Midtempo Rocker, aber irgendwas ist anders. Um aber eins klarzustellen, Pell lieferte immer höchste Qualität für seine Musik ab und langweilte nie, er etablierte nur seinen Stil und machte es seinen Hörern schwer zu unterscheiden, welches Lied nun auf welchem Lied stand. Auf Ghosttown aber klingt die Gitarre zunächst irgendwie kratziger, heavier. Und passt dennoch super ins Gesamtbild. Beim zweiten Song „Breaking Seals“ überrascht auf einmal uns Udo (Dirkschneider) der im Duett mit Johnny singt. Das irritiert zunächst etwas, denn auch wenn der werte Herr durchaus mal sanftere Töne in seiner Karriere angeschlagen hat, mehr Reibeisen wie hier geht nicht. Danach aber färbt das irgendwie ab auf Johnny, der auf den ganzen bisherigen Alben noch nie so kratzig und rockig geklungen hat. Nun, ob die Entwicklung kam und man sich dachte, dann kann jetzt auch mal ein Duett mit dem German Tank her oder ob dieses erst dazu inspirierte, wie auch immer, es passt hervorragend zu der erwähnten dunkleren Gitarre.
Und somit haben wir wohl doch was zu erzählen über die neue Pell Platte. Kein Fan dürfte enttäuscht sein, Metalcore Fans werden immer noch nicht anbeißen, aber wir haben ein wenig Abwechslung im etablierten Axel Song, welches die eue Platte also hervorhebt und verdientermaßen eben nicht als „immer das Gleiche“ abgetan wird. Rudi zeigt, wie man seinen Sound behalten und dennoch variieren kann. Top!
(Röbin)
https://www.axel-rudi-pell.de/
































































































