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http://www.philcampbell.net/Phil Campbell – Old Lions Still Roar

(Nuclear Blast)

 

Phil Campbell muss nicht weiter vorgestellt werden. Über 30 Jahre an Lemmy Kilmisters (RIP) Seite und somit bei MOTÖRHEAD nicht wegzudenken. Noch zu seligen MOTÖRHEAD Zeiten hatte der Waliser an der Klampfe die Idee zu einem Soloalbum. Dazu gekommen ist es aber erst jetzt. 10 Song mit diversen Gastmusikern (Namen wie Rob Halford, Dee Snider, Alice Cooper, Mick Mars, Joe Satriani, Danko Jones oder Whitfield Crane sind schon großes Kino) finden sich auf der Scheibe mit dem passenden Titel „Old Lions Still Roar“.

 

Es startet mit der sehr persönlichen und absolut unkitschigen Akustikballade „Rocking Chair“. Am Micro veredelt Leon Stanford recht Countrylastig den biographischen Werdegang von Phil Campbell. Weiter geht’s mit dem astreinen Rocker „Straight Up“ und mit dem Metal God Himself Rob Halford am Micro. Weniger JUDAS PRIEST als Halford Solo und richtig Klasse. Bluesig stampfend und in der Mitte ordentlich Fahrt aufnehmend, schließt sich „Faith In Fire“ mit Ben Ward (ORANGE GOBLIN) an den vorangegangenen Rocker an. An vierter Stelle gibt sich Alice Cooper die Ehre und rockt bei „Swing It“ ordentlich ab. Gute Nummer, die auch auf einer Scheibe vom Shockrocker selbst Platz gehabt hätte. Um bisschen runterzukommen geht’s mit „Left For Dead“ balladesk weiter. Schöne Nummer - nicht mehr, nicht weniger. Jetzt folgt mit „Walk The Talk“ einer meiner Faves auf dem Album. Die abgehackten Riffs und der Sprechgesang von Nick Oliveri und Danko Jones haben einen ordentlichen Punch. Auf „These Old Boots“ sind mit Dee Snider (TWISTED SISTER) und Mick Mars (MÖTLEY CRÜE) ebenfalls zwei Gastmusiker vertreten und somit Mitglieder zweier meiner absoluten Alltime Fave Bands. Kann also gar nichts schief gehen.

 

Der Song behandelt thematisch eben alte Säcke, die noch immer auf den Bühnen der Welt stehen und Arsch treten. Passt. Weiteres Highlight ist „Dancing Dogs (Love Survives)“ mit Whitfield Crane (UGLY KID JOE). Auch wenn er eine ziemliche Grunge Schlagseite hat (was normalerweise ein ziemlich sicheres Ausschlusskriterium für mich ist), überzeugt der Song vom ersten Durchgang. Auf „Dead Roses“ gibt’s eine weitere unkitschige Ballade. Benji Webbe von SKINDRED am Micro und Matt Sorum (GUNS ́N`ROSES) unterstützen Phil Campbell bei diesemSong. Zum Abschluss gibt’s mit „Tears From A Glass Eye“ ein Instrumentalsong zusammen mit JoeSatriani. Ungewohnte, sehr ruhige Nummer, die etwas von Klangschalentherapie hat aber nach einigen Durchläufen absolut stimmig und relaxend wirkt. Auf etwas über 40 Minuten Spielzeit kommt Phil Campbells Solo Scheibe „Old Lions Still Roar“.

 

Eine Abwechslungsreiche Scheibe, die stilistisch diverse Spielarten handgemachter Gitarrenmusik aufgreift. Tolle Platte ohne Ausfälle und einigen wahren Perlen. Spätes Jahreshighlight!

 

(Zvonko)

 

http://www.philcampbell.net/


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