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GOD DETHRONED - IlluminatiGOD DETHRONED - Illuminati
(Metal Blade)

 
Die technical blackened Death Metal Dinos GOD DETHRONED aus Beilen, einem kleinen Dorf in der niederländischen Provinz Drenthe, veröffentlichen dieser Tage mit "Illuminati" ihr elftes Opus. Als absoluter Garant für technisch hochwertiges Material, das sich nachhaltig in die Gehirnwindungen einbrennt, sind unsere holländischen Nachbarn von der Speerspitze des internationalen Death Metal kaum noch wegzudenken. Mit mehreren Unterbrechungen sind die Meister der Extreme um Frontgrowler, Bandgründer, Gitarrist und Gitarrenbauer Henri Sattler (Chef der Firma Serpent King Guitars) bereits seit 30 Jahren aktiv. Dass man auch nach so vielen Jahren immer noch den Eifer und den Elan verspürt, ein derart bockstarkes Album wie "Illuminati" aus der Taufe zu heben, zeugt von wahrer Größe, Know-how und vor allen Dingen verdammt viel Spaß am Death Metal.
 
GOD DETHRONED 11.0 fühlt sich im Blastgewitter genauso wohl, wie in niederfrequenten Rhythmusbereichen und bildet stets eine verlässliche Einheit. So hat man einmal mehr neun enorm abwechslungsreich gestaltete Songs (wenn man das kurze, chorale Orgel-Interludium "Dominus Muscarum" mitzählt) mit kurzweiligem Spannungsbogen kreiert. Trotz seiner immer wieder aufkommenden Schnelligkeit und Härte, ist der melodische Death Metal mal garstig und bösartig, mal regelrecht einnehmend, sogar an mancher Stelle einfühlsam inszeniert, wirkt dabei aber nie zu progressiv und ist dabei selbstredend technisch jederzeit on Top. Da gibt es keine zweite Meinung. Alleine schon der titelgebende Opener "Illuminati" vereint Intensität, Klasse und Einfühlungsvermögen zu einem ganz besonderen Start in ein rundum gelungenes Meisterwerk. Die durchdringenden Kompositionen des Quartetts klammern das Wort Langweile gänzlich aus und befinden sich durchgehend auf hohem Niveau. Hierbei verleihen die Todes Metal Veteranen ihren Tracks "Broken Halo", "Book of Lies", sowie "Gabriel" zu Beginn oder auch mal zwischendrin für Death Metal fast schon balladesk anmutende Züge. Auch in diesen vergleichsweise ruhigen Tönen spielen GOD DETHRONED ihre Stärken aus. Die restlichen Songs sind mehr oder minder deftig ausgefallen und verbreiten ein herrliches Old School Feeling mit modernem Anstrich und dieser ganz eigenen, speziellen Atmosphäre. GOD DETHRONED - BandTrotz seiner Komplexität und informationstechnischen Dichte wohnt den Songs eine lebendige und eingängige Architektur inne. Ein derartiges Flair und solch eine ergreifende Aura zu erschaffen gelingt nur wenigen. Das Death Metal Fossil GOD DETHRONED, welches bereits seit dem Jahre 1990 im Geschäft ist, wirkt dabei jedenfalls alles andere als versteinert.
 
Die einzelnen Songs sind je nach Ausrichtung in gebotener Weise intensiv mit der düster-diabolischen, heiser-rauchigen Growl-und Screamperformance von Henri Sattler, sowie den noch einen Tacken dunkleren Grunts von Basser Jeroen Pomper belegt. Auch die immer wiederkehrenden hintergründigen choralen Background Gesänge, die Henri Sattler höchstselbst einsang, sind saucool platziert und unterstützen die ernsthafte Authentizität der blackened Melo-Deather zusätzlich zu einem hohen Maß. Nach dem Abschluss der Trilogie über den Ersten Weltkrieg mit dem Vorgänger-Album "The World Ablaze" besann sich das Höllenkommando auf Drängen seiner Fans auf alte Geschichten über die dunkle Seite der Religion und nahm wieder etwas von der Geschwindigkeit heraus. Dafür ist aber auch das "Hitpotential", wie es beispielsweise noch auf dem 2004er "The Lair Of The White Worm" Album verstärkt zu vernehmen war, definitiv in den Schoß der Todesbattalion zurückgekehrt. Häufig drehen die Kompositionen auf "Illuminati" bis zur Raserei ordentlich auf, um dann ins Epische mit göttlichen Leads zu verfallen. Mit einem Themen-Pool rund um das Freimaurertum, Verschwörungstheorien, Teufelsanbetungen und Okkultismus, keyboardunterstützten, leicht in den Hintergrund gemischten orchestralen Einflüssen, sowie den endfetten, filigranen Leads von Dave Meester (ex-APOPHYS), der erst im Laufe des Jahres 2019 zur Band stieß, haben GOD DETHRONED eine spektakuläre und nachhaltige Todeswalze aus der Metallpresse gehoben. Dave’s Vorgänger Mike Ferguson hat mit dem Song "Eye of Horus", der mir persönlich am besten gefällt, diversen Riffs und dem Einspielen der Rhythmuspassagen seine eigene Handschrift auf dem Album hinterlassen. Auch das göttliche Drumming von Michiel van der Plicht, der maßgeblich am Schreibprozess beteiligt war, setzt Maßstäbe die jeglicher Kritik entbehren. Man hat also ein äußerst umfangreiches, detailverliebtes und breitgefächertes Repertoire im Gepäck. 
 
"Illuminati" entstand unter der Ägide von Henri Sattler und in enger Zusammenarbeit mit GOD DETHRONED’s Live-Sountechniker Ortrun Poolman, komfortabler Weise in Henri’s Heimstudio. Das Mastering legte man jedoch in die Hände von Sounddesigner Hugo Alvarstein. Somit entstand eine fette, homogene und erdige Produktion. Das Cover stammt aus der Feder des polnischen Künstlers Michał 'Xaay' Loranc, der bereits Cover für NILE oder EVOCATION anfertigte. "Illuminati" kommt digital, auf Vinyl oder als Digipak auf insgesamt 36:48 Minuten. Wobei das Box Set als Limited Deluxe Edition neben der Digipak-CD zusätzlich eine audiovisuelle Momentaufnahme der "Bloody Blasphemy 20th Anniversary Show" aus dem Vera Club in Groningen auf DVD, sowie Anhänger, Patch und Photo Cards enthält. Das hochinfektiöse Material ist über jeden Zweifel erhaben und greift schneller um sich als das Corona-Virus.

 
(Janko)
 
https://www.facebook.com/goddethronedofficial

 

 

Hier checkt ihr die konspirativen GOD DETHRONED-Videos zu:

Illuminati:
https://www.youtube.com/watch?v=vj9hcFj66BY
 
Spirit of Beelzebub:
https://www.youtube.com/watch?v=s83z0t6Qzqw


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