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KATAKLYSM - UnconqueredKATAKLYSM - Unconquered
(Nuclear Blast)

Dass KATAKLYSM so etwas wie die unangefochtenen, kanadischen Götter des extremen Melodic Death Metal oder wie sie es bezeichnen, des Northern Hyperblast sind, ist nicht erst seit gestern bekannt. Mit den eingängigen Strukturen, die sie häufig zwischen ihren deftigen Todesmörtel zimmern und einem schier unerschöpflichen Quell an Inspiration gesegnet, begeistern die, aus Montréal in der Provinz Québec, sowie Chicago, Illinois stammenden Extrem Metaller, seit Dekaden ihre Fans. Auch auf dem 14. musikalischen Leckerbissen "Unconquered" beweist die 1991 gegründete Death-Combo, in neun Tracks und einer Gesamtspielzeit von 38:00 Minuten, ihr unbezwingbares technisches Know-how, sowie eine kaum zu übertreffende musikalische Vielfalt. "Unconquered" ist der treffende Name für das kompromisslose, druckvolle und zielstrebige Gemetzel des Aggro-Powerpacks KATAKLYSM und einmal mehr vertonte Gewalt in seiner facettenreichsten Art.

 

Wutentbrannt und voller Aggressionen stürzt sich das Death Metal Schwergewicht auf eine selbstzerstörerische Welt und trümmert sich technisch tiefgreifend und markant durch den tödlichen Grenzstreifen zwischen melodischem und brutalem Death Metal. KATAKLYSM legen gleich mit dem Opener "The Killshot" in furioser Weise los und binden ein extremes, alles in Grund und Boden stampfenden Drummgewitter ein, das fast schon thrashig/progressiv anmutet. In ähnlicher Weise geht es auch mit dem darauffolgenden "Cut Me Down" weiter, welches die Gastperformance des finnischen Sängers Tuomas Saukkonen (DAWN OF SOLACE, WOLFHEART) beinhaltet. Eine durchdringende Note Groove, sowie feinste Traktorbeats inklusive. Die vierköpfige Abrissbirne packt verdammt viel Information in seine eher modern ausgelegte, deftige Death Metal Architektur und wird auch schon mal mit genreübergreifende Arrangements angereichert. Die musikalische Auslegung reicht dabei von verzweifelt missmutig über hoffnungsvoll bis regelrecht angriffslustig. Gerade Tracks wie der bereits angesprochene Einstiegssong "The Killshot", das hammerharte "Focused to Destroy You", mein persönlicher Fave "Stitches", mit dem deftig-aggressiven Refrain und seinen Industrial-, wie auch Djent-angereicherten Klangdimensionen oder auch das bösefies durchgeknallte Brachialgeballer "Defiant" gehen tief unter die Haut und bilden die exzellente Hintergrundmusik des sterben Anthropozäns.

 

Neben der Einbindung ihrer catchy Hooklines gehen KATAKLYSM auch auf "Unconquered" wieder massereich, brachial und äußerst rabiat zu Werke. Maurizio Iacono - VocalsSo fauchen die erzürnten, nach vorne peitschenden Gesangseruptionen von Hassprediger Maurizio Iaconos tief aus seinen Eingeweiden. Gut verständlich brüllt oder growlt er seine Wut heraus und avanciert dabei schon mal zur fast schon kratzigen Black Metal Kotztüte in der Abschlussnummer "When It's Over". Bassist Stéphane Barbes Bassaxt brodelt aus den Endtöpfen meiner Lautsprecher wie kochende Lava und Schlagwerker Olivier Beaudoin schaltet munter durch die Gänge. Neben der treibenden Rhythmik des pumpenden, überwiegend in den höheren Sektoren der Temposkala angesiedelten Cross-Rhythmik-, Doublebass-, Blastbeat-Geballers grooven sich KATAKLYSM auch übelst gerne mit wuchtiger Konsequenz und diversen Breakdowns durchs Unterholz. Die teils regelrecht verschwurbelten, Djent-artigen Strukturen seiner pfeilschnellen Genickmassaker, sowie die absoluten Killer-Gitarrenriffs die Jean-François Dagenais (der kürzlich an Covid-19 erkrankte, indes aber wieder auf dem Damm ist) aus seinem erstmalig eingesetzten 7-Saiter herauskitzelte, klingen so richtig schön fett und fleischig. Gerade durch Dagenais Fingerfertigkeit erhält der hemmungslos verheerende Hassklumpen "Unconquered" eine unsägliche Tiefe und soundtechnische Fülle. 


Obschon der Meister hinter der Schießbude Olivier Beaudoin (2014 bis 2020 bei KATAKLYSM) mit seiner filigranen Technik und seinem satten, impulsiven Gebolze das Drumkit meisterlich zu bedienen wusste, nahm er nach den Aufnahmen zu "Unconquered" seinen Hut und räumte den Platz für James Payne, der unter anderem bereits bei HOUR OF PENANCE und VITAL REMAINS die Drumsticks schwang. Nicht zuletzt war KATAKLYSMs hoher Wiedererkennungswert innerhalb der letzten sechs Jahre Oli Beaudoins markantem, wie zermürbenden Drumplay zuzuschreiben. Aufgenommen und produziert wurde "Unconquered", dessen Kernaussage sich darum dreht, Ungerechtigkeiten den Mittelfinger entgegenzuhalten, niemals aufzugeben und sich immer wieder ins Leben zurückzukämpfen, vom Produzenten und bandeigenen Gitarristen Jean-François Dagenais (DESPISED ICON, EX DEO, HATE, MALEVOLENT CREATION, MISERY INDEX) in dessen JFD Studio in Dallas, Texas. Der eigentlich bereits pensionierte, legendäre Soundguru Colin Richardson (BOLT THROWER, CANNIBAL CORPSE, FEAR FACTORY, MACHINE HEAD, OVERKILL), sowie Chris Clancy kümmerten sich beim Abmischen um ein homogenes und lebendiges Soundgewand. Und so dröhnt, groovt, schallt und scheppert sich "Unconquered" in höchster klangtechnischen Finesse durch die Gehörgänge. Das äußerst coole Coverartwork stammt von Blake Armstrong, der auch schon für CARNIFEX oder IN FLAMES tätig war. Es spiegelt die Wiedergeburt des Heart Beasts, sowie die als Band an sich dar. Mit dem kaum zu bändigenden "Unconquered" haben KATAKLYSM eine unzähmbare Furie entfesselt, die nicht zuletzt auf technischer Basis ihresgleichen sucht und die Vormachtstellung der infernalen Todesschwadron im Death Metal Bereich weiter zementieren wird. Absolutely well done - The Beast is back in Town!

(Janko)

www.kataklysm.ca

www.facebook.de/kataklysm

 

 

Checkt die aktuellen KATAKLYSM-Videos hier an:

The Killshot:

https://youtu.be/Ku-rjJ5HXyU

 

Underneath the Scars:

https://youtu.be/PTbp1LoCbNo


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