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Gwendydd - CensoredGwendydd - Censored

(Drakkar Entertainment)

 

Der Zweitschlag "Censored", der 2018 gegründeten bulgarischen Modern Death/Metalcoreler GWENDYDD hat es gewaltig in sich. Derbe Rhythmen, die über ein ähnliches Arsenal wie ARCH ENEMY, JINJER oder MĀRA verfügen, sind hier neben vereinzelten Klargesangspassagen, wie beim Metalcore üblich, an der Tagesordnung. Auch Versatzstücke aus dem Thrash-, Industrial- oder Math-Bereich werden in das up-to-date Patchwork, des zu 80 % aus Frauen bestehenden Melodeath Quintetts aus Sofia, eingewoben. "Censored" bringt 31:48 Minuten auf die Waage und kann innerhalb seiner zehn gelungenen Songs auf eine, von vorne bis hinten professionelle und zielstrebige Produktion zurückgreifen, deren homogenes Mastering von Max Morton (IGNEA, JINJER, SEKHMET) vorgenommen wurde. GWENDYDD ließen sich unter anderem von mystischen, historischen und mittelalterlichen Figuren inspirieren und kreierten auf diese Weise ihr ganz persönliches Weltbild vom Missverhältnis zwischen Hoffnungen, Träumen, Stärke, Realität, Unterdrückung und Schmerz.

So kommt der zweite Track "Martyrdom" nach der kurzen Einleitung "Awakening" mit einem brachialen, thrashigen Antritt direkt zur Sache. GWENDYDD sind in ihrer Auslegung von modernem Death Metal überwiegend straight und kompromisslos aufgebaut. Das rabiate und impulsive Growling von Viktoria Stoichkova, die durch ihren denkwürdigen Auftritt beim bulgarischen Ableger zu "The Voice Bulgaria" (https://youtu.be/M7Bhg5KeHHU) bekannt wurde, versprüht Power und Wut. Neben dem satt auf die Felle gedonnerten Drumgebolze, das sich häufig im mittleren Geschwindigkeitsbereich bewegt, lässt Prügelknabe Nikifor "Bambi" Nikiforov aber auch gelegentlich mal ordentlich den Bleifuß zappeln. Foto: Orlin NikolovDie wuchtigen, schartigen, teils so richtig schön schrägen Gitarrenriffs der beiden Sixstringer von Irena Angelova und Radostina Zhelyazova, sowie die voluminöse, omnipräsente und nach vorne pushende Bassaxt von Sonya Radeva, sägen einem dabei genüsslich die Rübe vom Fleischsack. Aber auch die überwiegend clean gesungene beinahe-Ballade "One Step More" entfaltet ihren unbändigenden Reiz. Mein darauffolgender Fave des Albums "A Hypocrite In A Child s Eyes" überzeugt ebenfalls durch Aggressivität, Groove, Melodie und Effizienz.

 

Mit ihren dezent eingesetzten, stark kontrastierenden, vergleichsweise seichten männlichen, wie weiblichen clean gesungenen Sequenzen, die alles andere als unpassend wirken, den immer wieder eingestreuten flippigen, elektronischen Weirdo-Samples oder auch mal orientalischen Anklängen, wie bei "We Are The New Order" haben die Melodeath/Metalcoreler ebenfalls so einige interessante Twists in petto. Nicht zuletzt durch die Zusammensetzung der verschiedenen Stile und dem weiten Blick über den Tellerrand ist "Censored" durchaus abwechslungsreich ausgestaltet. Das beweist gerade die bereits angesprochene, starke Halbballade "One Step More", die mit besagtem männlichen und weiblichem Klargesang, wie auch Viktorias Angry Rage Vocals perfekt in Szene gesetzt wurde. Für mich macht gerade die Tatsache, dass die musikalischen Strukturen alles andere als verkopft sind, den Reiz an GWENDYDDs Zweitwerk aus. Definitiv ein starkes Album!

 

(Janko)

www.gwendydd.com

www.facebook.com/gwendyddband

www.instagram.com/gwendyddband

 

 

Checkt die neuesten GWENDYDD Videos hier an:

Rape:

https://youtu.be/8lD86337Fqk

 

We Are The New Order:

https://youtu.be/SgekQsqtoqc


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