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Induction - Born From FireInduction - Born From Fire

(Atomic Fire)

 

Alter Schwede! Da bekommt man mal wieder eine Power Metal-Band fürs Review zugeteilt, geht ohne allzu große Erwartungen ran – und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Induction, die Band der beiden Gitarristen Tim Hansen (jawohl, der Sohn von Helloween- und Gamma Ray-Legende Kai) und Marcos Rodriguez (früher bei Rage), haben sich einem symphonischen Power Metal der progressiven Sorte verschrieben und präsentieren mit Born From Fire ihren Zweitling, nachdem sie jüngst bei Atomic Fire untergekommen sind. Man braucht nicht mehr als den ersten Song, um zu begreifen, dass hier ein ganz, ganz heller Stern am Power Metal-Himmel aufgegangen ist, so furios, energetisch und kraftvoll legt der Opener los. Abwechslungsreich geht es weiter: Stampfend und düster („Scorched“), flott und ein bißchen poppig („Fallen Angel“), hart, schnell und vorwärtstreibend („Embers“), hymnisch („Order & Chaos“), progressiv-verschachtelt („The Beauty of Monstrance“) oder hardrockig („Queen of Light“). Dass hier die Finnen von Stratovarius und mit etwas größerem Abstand auch Helloween Pate stehen, merkt man sofort, aber für einen Abklatsch ist das hier viel zu gekonnt umgesetzt: Bei den Gesangslinien jagt ein Hook den nächsten, und mancher Refrain hat wirklich das Zeug zum Klassiker, wobei der erstaunlich jung wirkende Craig Cairns (ex-Mystic Prophecy) einfach alles richtig macht, ordentlich Energie in den Gesang legt und auch die Höhen bravourös meistert. Die Gitarrenfraktion schüttelt mühelos markige Riffs und schwindelerregende Soli aus dem Ärmel, das quirlige Spiel von Bassmann Dominik Gusch ist erfrischend deutlich zu hören und an den Drums werden alle Register in Sachen Dynamik und Geschwindigkeit gezogen. Die fast durchgängige und sehr facettenreiche orchestrale Begleitung nimmt den Songs nichts von ihrer Power, sondern fügt sich organisch ein und sorgt für Dramatik, Epik und emotionale Schattierung. Wer einen Anspieltipp möchte, kann sich den vielschichtigen Rausschmeißer „Sacrifice“ auf Youtube anschauen, der einen sehr guten Einblick gibt. Ein irre eingängiges Album, das vor Einfallsreichtum und Spielfreude nur so strotzt. Klasse!

 

https://de-de.facebook.com/inductionofficial/

 

(Torsten)


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