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Totentanz Magazin Nr. 28 out now!

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Interview mit The Unity

 

Nachdem The Unity, die zweite Spielwiese der Gamma Ray Musiker Henjo Richter und Michael Ehre, ein klasse Debüt Album vorgelegt haben (Review dazu findet ihr hier), blieb diesem Magazin nichts anderes übrig, als schnell ein paar Fragen in Richtung Band zu werfen. Michael (dr) nahm sich diesen gerne an. Was es über die neugegründete Band zu berichten gibt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen. Einen Livebericht wird es beim Totentanz ebenfalls geben, sobald die Truppe in Aschaffenburg auf ihrer Tournee mit Sinner halt gemacht hat. Jetzt aber erstmal zum Interview:

Totentanz: Zuerst mal, Glückwunsch zu der Scheibe, wie ich Michael schon kurz per Nachricht mitteilte gefällt mir die Scheibe richtig gut! Viel besser als man es von einem Debütalbum heutzutage zumeist erwarten kann. Aber wie geht’s denn so?

 

The Unity (Michael): Vielen Dank! Wir freuen uns total, daß die ersten Reviews so super ausfallen. So kann´s von uns aus gerne weiter gehen.

 

TT: Dann starten wir mal ganz klassisch, wie kams zu der Idee, The Unity zu gründen?

 

TU: Als ich 2012 bei Gamma Ray fest eingestiegen bin, haben Henjo und ich schnell festgestellt, daß uns die gleichen musikalischen unity-logoWurzeln verbinden. Wir beide stehen auf Bands wie Black Sabbath, Dio, Rainbow, Purple oder Whitesnake, also im Grunde ziemlich viel aus den Achtzigern. Wir sind zwar mit Gamma Ray sehr gut im Geschäft und haben auch viel zu tun, trotzdem haben wir zwischen den Tourneen oder Albumproduktionen Zeit, die wir problemlos mit einer weiteren Band nutzen können. Warum also nicht unsere Vorliebe für die genannten Bands auch ausleben? Vor etwas über zwei Jahren haben wir dann angefangen, Material zu sammeln, zu komponieren und arrangieren und schließlich aufzunehmen.

 

TT: Woher kommt denn der Name?

 

TU: Die Suche nach einem Bandnamen gestaltete sich wirklich sehr schwierig und hat gefühlt ewig gedauert, schließlich musste er ein paar Kriterien erfüllen. Er sollte kurz, prägnant, noch nicht vergeben und mit unserer Musik in Einklang zu bringen sein. Immer wenn wir dachten, wir hätten was cooles gefunden, belehrte uns Google eines besseren, hahaha...irgendwann schrieb Stef in einer Mail irgendetwas mit Unity, allerdings nicht als Bandnamenvorschlag. Bei mir hat´s dann sofort „Klick“ gemacht und schon hatten wir einen Namen.

 

TT: OK, wie sind denn eure Songs entstanden? Waren das Ideen die es schon länger gab oder habt ihr alles frisch zusammen entworfen bzw. wer war denn am Songwriting beteiligt?

 

TU: Bei uns ist der Bandname tatsächlich auch Programm: wir haben gemeinsam geschrieben. Jeder konnte sich einbringen, was cool ist, weil so die „Last“ nicht auf ein oder zwei Schultern, sondern gleichmäßig verteilt ist. Einige Songs sind aus Ideen, die wir mit in die Band gebracht hatten und schon mehr oder weniger ausgearbeitet waren, entstanden, andere entstanden erst später. Wir haben uns auch bei der gesamten Produktion viel Zeit gelassen, weil wir einen Schnellschuß unter allen Umständen vermeiden wollten.

 

TT: Wie hat sich denn der Stil entwickelt? Wusstet ihr vorher, welche Art ihr einschlagen wollt oder hat sich das natürlich während des Songwritings ergeben?

 

TU: Es gab im Prinzip keine Vorgaben, es hat sich alles natürlich entwickelt. Dadurch, daß wir alle gemeinsam an dem Album gearbeitet haben, klingt es auch wie aus einem Guss.

 

TT: Gab es auch die Idee, einen Coversong zu verwirklichen oder wolltet ihr gezielt nur auf eigene Lieder raus?

 

TU: Wir haben mit „Wishing Well“ eine Art Coversong auf dem Album, weil er nämlich nicht von uns komponiert wurde, sondern von Stefs ehemaliger Band „Crossroads“. Auf deren Debütalbum aus dem Jahr 1991 kann man das Orginal finden. Wir haben ab und zu mal darüber nachgedacht, einen weiteren Song einer Band, mit der wir nichts zu tun haben zu covern, aber die Idee wieder verworfen. Das heißt nicht, daß wir das in Zukunft nicht vielleicht doch nochmal machen, aber für unser erstes Album kam das letztendlich nicht in Frage.

 

TT: Wie kam denn das Line Up zustande? Ich meine, Henjo und Michael sind ja bei Gamma Ray, aber der Rest?

 

TU: Nachdem Henjo und ich entschieden hatten, eine neue Band auf die Beine zu stellen, kam natürlich sofort die Frage auf, wer diese Band denn komplettieren könnte. Schnell kam uns die Idee, meine Kollegen von „Love.Might.Kill“ zu fragen, schließlich hatte uns gerade einer unserer zwei Gitarristen verlassen und die Band lag mehr oder weniger auf Eis. Das war also die naheliegendste Lösung, weil wir beide wussten, daß wir so eine richtig gute Band am Start hätten. Darüberhinaus kannten wir uns alle und wussten, daß es funktionieren würde.

 

TT: Da ja eine Tour mit Sinner ansteht, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine richtige Band mit weiteren Aktivitäten handelt? Und wird die Besetzung der Scheibe auch die Tour spielen, da in letzter Zeit nicht selten Debütscheiben erschienen, bei denen vor dem ersten Konzert schon einige Musiker wieder wechselten?

 

TU: Auf alle Fälle! Unser Bandname ist und bleibt Programm! Wir planen bereits grob das nächste Album und werden nichts dem Zufall überlassen. Wir haben von Anfang an langfristig geplant. Wir wären ja auch schön blöd, nach einem Album wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Nein, nein, ihr werdet uns so schnell nicht wieder los, hahaha...

 

TT: Gibt es denn jetzt, abgesehen von der schon feststehenden Tour weitere Pläne? Festivalauftritte? Ist schon ein zweites Album geplant?

 

TU: Wie gesagt: wir haben bereits grob angefangen mit der Planung für das zweite Album, sind aber noch zu sehr mit dem aktuellen beschäftigt. Nach unserer Tour mit „Sinner“ werden wir noch eine Special-CD-Release-Show in unserer Heimatstadt Nordenham spielen. Während wir Special Guest bei der „Sinner“-Tour sind, werden wir in Nordenham natürlich ein ganzes Set spielen. Darüberhinaus sind wir für das Metalfest in Tschechien bestätigt. Es wird aber definitiv noch mehr Shows in diesem Jahr geben...ich darf´s nur noch nicht verraten ;-)

 

TT: Nun seid ihr ja mit The Unity zunächst mal beschäftigt, Kai hingegen mit der Helloween Halb-Reunion, wie sehen denn die groben Pläne für Gamma Ray aus? Gibt es da schon was Neues zu berichten?

 

TU: Nein, da gibt’s gerade nichts Neues. Es wird mit „Gamma Ray“ erst nach der „Helloween“-Tour wieder losgehen.

 

TT: Wisst ihr übrigens, dass sich die Ultras von Dortmund „The Unity“ nennen?

 

TU: Ja, das haben wir mittlerweile auch herausgefunden.

 

TT: Dann danke ich für das Interview, wünsche euch enorm viel Erfolg mit der Scheibe und vor allem mit der Tour und falls du möchtest, kannst du noch mit ein paar letzten Worten das Interview abschließen. Die üblichen Floskeln wie „kauft das Album“ und „kommt zu den Konzerten“ übernehme ich jetzt schon mal, denn dass solltet ihr Leser wirklich tun ;-)

 

TU: Ich danke Dir zu allererst einmal für das Interview! Ich hoffe, daß die Metalfans weiterhin so loyal zu ihrer Musik stehen, wie sie es bislang getan haben! Eigentlich bin ich davon überzeugt, aber ich denke, man sollte das ab und zu auch mal würdigen, weil ich keine andere Richtung kenne, in der das so extrem der Fall ist wie im Hardrock oder Metal! Danke dafür! Wir sehen uns auf Tour...ups...jetzt habe ich´s dich nochmal gesagt ;-)

 

(Röbin)

https://www.facebook.com/unityrocksofficial/


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