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Blutmond – Die Nacht der WerwölfeBlutmond – Die Nacht der Werwölfe
(Tiberius Film)

 

Die junge, hübsche Lauren wird von ihren Eltern dazu verdonnert, das Wochenende bei ihrer Großmutter zu verbringen. Dort angekommen erwartet sie jedoch statt der alten Dame nur der zwielichtige Albert, der, angeblich als Altenpfleger vor Ort, das Mädchen mit gutem Essen und rotem Wein zu betören versucht. Als Lauren jedoch ihre Oma tot in der Badewanne auffindet, sieht alles danach aus, als wäre Rotkäppchen allein mit dem bösen Wolf im Haus. Und irgendwer scheint sich in dieser Nacht auch tatsächlich zu verwandeln, denn im Morgengrauen finden sich beide schwer geschockt wieder – Lauren blutverschmiert aber unverletzt, Albert lebendig aber am ganzen Körper zerfetzt.


Blutmond – Die Nacht der Werwölfe ist mehr psycho-angehauchtes Kammerspiel als actiongeladenes Werwolf-Spektakel. Aus der Frage, wer sich hier eigentlich verwandelt, macht der Film ein ähnlich schlecht gehütetes Geheimnis wie aus der Trennung zwischen Gut und Böse. Das ganze findet dann weitestgehend in einer engen Wohnung statt, was das schmale Budget des Streifens minütlich durchblicken lässt. Doch auch wenn man sich dadurch gelegentlich in einer Amateur-Produktion wähnt, wurde hier am richtigen Ende gespart, denn die Gore-Effekte, in die offensichtlich das meiste Geld geflossen ist, hätten auch Filmen aus ganz anderen Ligen gut zu Gesicht gestanden. Genre-typisch beschränken sich diese Effekte weitestgehend auf die Ergebnisse der Gewaltausbrüche, wohingegen die Metzeleien selbst – wie auch das Monster mit Ausnahme einer schmerzhaft schlechten Szene – ausschließlich im Off stattfinden.
Dass Story und zu weiten Teilen auch die Inszenierung lediglich verbindendes Beiwerk sind, dürfte in Anbetracht des üblichen Publikums für einen Film wie Blutmond kein ernsthaftes Problem darstellen. Wer einen Werwolf-Heuler mit Amateur-Einschlag einlegt, weiß, was ihn erwartet – und dazu gehören neben krudem Splatter eben auch unbeholfene Schnitte und grausame Locations – und  wird ordentlich bedient. Wer Mainstream gewohnt ist, wird höchstwahrscheinlich ohnehin schon nach der ersten Szene mit ihrer Porno-Synchro die Segel streichen.


Analog zu den old-school-mäßigen handgemachten Effekten versetzt uns auch die DVD mit ihrem an VHS-Zeiten erinnernden Bild zurück in die 90er Jahre. Für einen aktuellen Film eigentlich ein Unding, aber irgendwie auch nicht ganz ohne nostalgischen Wert.

 

(mosher)


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