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Wolf MotherWolf Mother

 

(I-On New Media)

 

 

Zelda, eine ehemaliger Kinderstar aus Hollywood, hält sich mittlerweile als Prostituierte über Wasser, nachdem ihr Vater sie um ihre gesamte Kohle gebracht hat. An einem schicksalhaften Tag begegnet sie Ben, einem glücklosen Dieb, mit dem sie schließlich einen Pakt schließt: Sie wollen ihrem Leben gemeinsam ein Ende setzen, doch zuvor noch einer Mädchenhändlerbande namens „The Band“ das Handwerk legen.

 

Ein sehr seltsamer Stoff, den Regisseur Erik Peter Carlson da in ein äußerlich zunächst einmal nicht weiter aus der Art schlagendes Road Movie packt. Die Charaktere sind stereotyp und cool, der Schweiß auf der Stirn ist geradezu spürbar und alles hat diesen lässigen Tarantino-Touch. Doch wenn die Story gerade so richtig in Fahrt kommen will, bremst sie das Drehbuch mit seinen wilden Ideen ein wenig aus und sorgt für einige Längen im Mittelteil. Tatsächlich bläst Carlson seine im Kern dünne Story ziemlich auf. Zumindest erweisen sich Episoden wie die Heuer in einem Diner zur Finanzierung des Trips als nicht gerade kriegsentscheidend. Dennoch bietet die Geschichte locker genug Spannung, um dauerhaft am Ball zu bleiben. Darüber hinaus sieht man dem eigenwilligen Traumpaar einfach gerne bei seiner ersten und letzten gemeinsamen Reise zu. Überhaupt punktet Wolf Mother eher mit Spirit und einer gewissen Ungewöhnlichkeit als im Mainstream auf Zuschauerfang zu gehen. Gerade deshalb hätten vor allem die Sex & Crime Szenen gerne etwas expliziter ausfallen dürfen, was jedoch keinesfalls bedeuten soll, dass es hier an Schauwerten mangelt. Ein wenig B-Movie-Affinität ist schon von Vorteil, um ihn genießen zu können, dann liefert Wolf Mother aber standesgemäß ab!

 

Die Blu-ray kommt mit sehr solidem Bild, gutem Ton, aber leider mal wieder einer nur in den Hauptrollen akzeptabel besetzten Synchro. Ein Wechsel auf die englische Tonspur ist also mehr als nur eine Option. Extras haben es – abgesehen vom Trailer – nicht auf die Scheibe geschafft.

 

 

 

(mosher)


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